veröffentlicht am 9. Februar 2020 in Depression und Angststörung, Depressive Gedanken und Gefühle von

Wie lange dauert eine depressive Episode?

Depression ist eine psychische Erkrankung, an der laut einer Studie der WHO etwa 264 Millionen Menschen weltweit leiden. Die Krankheit äußert sich in Symptomen wie Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit, Erschöpfung und Niedergeschlagenheit. Oft verläuft sie in Phasen oder so genannten depressiven Episoden. Doch wie lang kann eine solche Episode anhalten? Welche Aussicht haben Patienten auf Besserung?

 

Ursachen einer Depression

Depressionen können verschiedene Ursachen haben, weshalb sich keine allgemeingültigen Aussagen über die Dauer oder den Verlauf einer depressiven Phase machen lassen. Oft entsteht die Erkrankung durch das Zusammenspiel verschiedener Risikofaktoren. Je nachdem wie stark diese Faktoren ausgeprägt sind, haben sie Einfluss auf den Verlauf.

Zum einen wird eine genetische Ursache für Depressionen vermutet. Es hat sich aus Studien gezeigt, dass Menschen, deren enge Blutsverwandte bereits an Depressionen erkrankt sind, ein höheres Risiko haben, selbst eine Depression zu entwickeln.

Des Weiteren kommen übermäßiger Stress, ein Mangel an Licht und damit Vitamin D insbesondere im Winter, ein gestörter Hormonstoffwechsel, negative oder selbstverurteilende Gedankenschleifen oder einfach ein schwerer Schicksalsschlag wie der Verlust eines geliebten Menschen als mögliche Ursachen und Auslöser für eine Depression in Frage.

 

Dauer einer depressiven Episode

Die Dauer einzelner depressiver Episoden kann nun ganz unterschiedlich sein und hängt natürlich auch wesentlich von den Risikofaktoren und der gewählten Therapie des betroffenen Patienten ab. Es werden Zeitspannen von sechs bis acht Monaten, in seltenen Fällen aber auch bis zu zwei Jahren und mehr berichtet. Da jeder Patient individuell ist und auch individuell mit seiner Erkrankung umgeht, haben persönliche Faktoren einen erheblichen Einfluss auf die Dauer einer Episode.

Ist der Hauptrisikofaktor zum Beispiel Stress, ist es hilfreich, den Stress im Alltag zu reduzieren, was die Dauer der Episode positiv beeinflussen kann. Regelmäßige Tapetenwechsel oder Ausflüge in die Natur können das Wohlbefinden stärken und neue Lebenskraft schenken.

In jedem Fall sollte eine Depression ärztlich begleitet und behandelt werden. Eine Therapie mit Medikamente sollte mit einem Arzt besprochen werden. Und eine Psychotherapie kann helfen, eventuelle traumatische Erlebnisse, die die Depression ausgelöst haben, zu bearbeiten. Diese Leistungen zahlen die Krankenkassen.

Jede depressive Phase hat irgendwann auch ein Ende. Wann dieses Ende kommt und wie lang die Episode dauert, hängt auch von der Bereitschaft des Patienten ab, sich bewusst etwas Gutes zu tun und die Depression zu überwinden. Wichtig dabei ist, niemals die Hoffnung zu verlieren und darauf zu vertrauen, dass es besser werden wird.

 


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