veröffentlicht am 27. Dezember 2014 in Aktuelles/Neues, Depression und Angststörung von

Depression – was soll ich tun…

… diese Frage erreichte mich über die Feiertage gleich zweimal. Ich habe den beiden Lesern schon privat geantwortet, nutze die beiden Zusendungen aber noch einmal, um das Thema näher zu beleuchten. Deshalb möchte ich hier noch einmal darauf eingehen, was man bei einer Depression tun kann.

Zuerst einmal ist es wichtig eine verlässliche und fundierte Aussage eines Psychotherapeuten oder des Hausarztes zu haben. Ich kenne das von mir, oft mache ich mich verrückt und im Nachhinein stellt sich heraus, dass doch nicht alles so schlimm ist, wie ich vermutet habe. Sollte aus Gründen wie, Scham, Angst oder Unsicherheit noch kein Arzt aufgesucht worden sein und der Verdacht einer psychischen Störung sich erhärten, solltet ihr dies als erstes tun. Der Arzt wird euch dann schon jede Menge Ratschläge und Tipps geben, was ihr tun könnt.

Trotzdem gehe ich hier auch noch einmal auf einige wichtige Punkte ein:

allein bei Depression, was tun?

  • Krankheit ernst nehmen, jedoch nicht in Panik verfallen
  • Arzt aufsuchen
  • Sich über die Krankheit informieren
  • Psychotherapeuten suchen
  • Stress vermeiden
  • Belastungen soweit es möglich ist, aus dem Weg gehen
  • Achtsamkeit schulen
  • Entspannungstechniken anwenden

Natürlich kann diese Auflistung noch weiter fortgeführt werden, solltet ihr weitere Vorschläge dazu haben, könnt ihr diese gerne über die Kommentarfunktion unterhalb des Beitrags ergänzen. Wenn mich jemand fragt, was er bei einer psychischen Erkrankung in den Wechseljahren, im Judendalter, nach der Trennung oder des Partners tun soll, ist natürlich die erste Antwort, bitte hole dir ärztliche Hilfe. Eine solche Krankheit ist nicht zu unterschätzen. Ich habe extra ein paar Aufzählungen vorgenommen, da manche Menschen denken, dass darin unterschieden werden muss ob die Erkrankung in den Wechseljahren, im Jugendalter oder nach einer Trennung entstanden ist. Es gibt dort keinen Unterschied, ärztliche Hilfe sollte man sich immer holen. Erst während einer Psychotherapie wird dann geschaut, welche Ursachen das Krankheitsbild haben könnte. Jedoch ist die Inanspruchnahme von medizinischer Unterstützung, für Betroffene aus unterschiedlichen Gründen nicht immer einfach, da es aber wichtig ist darüber zu sprechen, sollte man sich auf jeden Fall einer vertrauten Person anvertrauen und mit ihr gemeinsam besprechen was jetzt zu tun ist. Vielleicht kann eine vertraute Person die Ängste und Befürchtungen mindern. Ich möchte jedoch noch einmal erwähnen, dass Gespräche mit vertrauten Personen, einem erst einmal die Last nehmen können, jedoch kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung darstellen.

Leider kann sich die Suche nach einem geeigneten Psychotherapeuten aufgrund langer Wartezeiten schwierig gestalten, daher hier ein paar Möglichkeiten wo ihr bei einer Erkrankung Hilfe bekommt.

  • Hausarzt
  • Sozialpsychiatrischer Dienst
  • Selbsthilfegruppen
  • Vereine (bieten oft Beratungsgespräche an)
  • Notfallsprechstunden

Was kann ich noch tun?

Wichtig ist, die Krankheit zu akzeptieren und nicht die Augen davor zu verschließen. Denn je eher diese behandelt werden kann, desto schneller geht es einem besser. Zudem solltet ihr keine Angst davor haben, ausgelacht zu werden. Auch vor Sprüchen und dummen Bemerkungen solltet ihr euch nicht fürchten. Das wichtigste ist, dass, ihr Hilfe bekommt und es euch wieder besser geht.

Ich hoffe ich konnte euch einige Tipps geben, was ihr bei einer Depression tun könnt. Solltet ihr weitere Vorschläge oder Erfahrungen zu den genannten Punkten gesammelt haben, würde ich mich freuen, wenn ihr uns diese über die Kommentarfunktion mitteilt. Ich hoffe dieser Beitrag hat euch gefallen.

Quelle Foto: Fotolia © Artem Furman


Kommentar schreiben


Noch keine Kommentare