veröffentlicht am 2. April 2015 in Pflanzliche Heilmittel/ Antidepressiva von

Pflanliche Antidepressiva können helfen

Rund vier Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Depressionen, Tendenz steigend. Die Ursache dieser Erkrankung liegt in der Störung bestimmter Neurotransmitter (Botenstoffe im Gehirn), die aus dem Gleichgewicht geraten sind. Zur Behandlung dieser Krankheit, die mit einem charakteristischen Stimmungstief einhergeht, stehen vor allem chemische Produkte aus der Schulmedizin zur Verfügung. Doch auch pflanzliche Antidepressiva können zum Einsatz kommen, vor allem bei leichten bis mittelschwere depressiven Verstimmungen.

 

Pflanzliche Antidepressiva – Liste der klassischen Arzneien

Pflanzliche Antidepressiva liegen im Trend; die pflanzliche Medikation wirkt sanfter als die chemische Variante und weist weniger Nebenwirkungen auf. Wenn pflanzliche Antidepressiva zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden sollen, stehen Präparate mit Johanniskraut weit oben auf der Liste. Bei einer Tagesdosis von 600 bis 900mg sind gute stimmungsaufhellende Effekte zu erwarten, die allerdings erst nach einer Therapiedauer von etwa zwei Wochen erzielt werden. Mit Einschränkung können darüber hinaus koffeinhaltige Präparate als pflanzliche Antidepressiva zum Einsatz kommen, die allgemein vitalisierend und antriebssteigernd wirken. Hierzu zählen beispielsweise Taiga- und Ginsengwurzel sowie Guarana oder Mate. Wer pflanzliche Antidepressiva mit Koffein einnimmt, sollte die Behandlung besonders sorgfältig überwachen. Es gilt im Algemeinen, auch vor einer Einnahme von pflanzlichen Antidepressiva sollte Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden. Dieser verfügt meistens über eine Liste der erhältlichen pflanzlichen Mittel und kann auch eine genaue Auskunft zur Einnahme und Dosierung geben.

 

Begleitsymptomatik Schlafstörungen – effektive Abgrenzung und Behandlung

Zu den typischen Begleiterscheinungen einer Depression gehören Schlafstörungen und innere Unruhe. Eine Unterscheidung zwischen klassischer Schlafstörung und Depression ist im Vorfeld jedoch dringend erforderlich, da auch Schlafprobleme ohne Depression zu depressiven Verstimmungen am Tag führen können. Nur wenn es sich um eine echte Depression handelt, helfen pflanzliche Antidepressiva wie Johanniskraut, die Schlafqualität zu verbessern. Ansonsten stehen zahlreiche weitere Naturheilmittel zur Beruhigung und Schlafförderung zur Verfügung, die nur wenige Nebenwirkungen aufweisen. Als unterstützende Medikation können beispielsweise Baldrian und Hopfen zum Einsatz kommen, die nicht nur den Schlaf anstoßen, sondern vor allem auch beim Durchschlafen helfen. Auf der Liste der beruhigenden Pflanzenstoffe – die damit gleichzeitig indirekt auch pflanzliche Antidepressiva darstellen – stehen darüber hinaus Extrakte aus der Passionsblume; insbesondere nervös bedingten Schlafstörungen oder bei innerer Unruhe hat sich der Einsatz dieses Pflanzenstoffes als hilfreich erweisen.

 

FPflanzliche Antidepressiva mit Bedacht einsetzen

Pflanzliche Antidepressiva stehen im Rahmen einer sanften Behandlung depressiver Verstimmungen weit oben auf der Liste. Allerdings sollte man stets im Hinterkopf behalten, dass Naturheilverfahren lediglich bei leichten bis mittelschweren Depressionen zum Einsatz kommen können. Insbesondere Johanniskraut entfaltet dann eine stimmungsaufhellende Wirkung, die von koffeinhaltigen Arzneien wie Taigawurzel ergänzt werden kann. Schlafprobleme und innere Unruhe, die Begleiterscheinungen von Depressionen darstellen können, werden am besten mit einem pflanzlichen Sedativum behandelt, zum Beispiel mit Hopfen und Baldrian. Wichtig: Diese Substanzen wirken auch isoliert bei solchen Beschwerden und nicht nur im Rahmen einer Depression!

Gezielt eingesetzt, können pflanzliche Inhaltsstoffe das Beschwerdebild der Depression wirksam, nachhaltig und ohne nennenswerte Nebenwirkungen verbessern.


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2 Kommentare

Hallo zusammen, ich halte nach wie vor nichts von Chemischen Medikamenten. Habe zu oft im Umfeld von den Nebenwirkungen gehört, die aber gerne runter gespielt werden. Es ist schon erschreckend das teilweise bei kleinen länger andauernden Verstimmung Antidepressiva verschrieben werden anstatt man sich mit der Ursache auseinander setzt! Ich meine gegen pflanzliche Präparate wie Johanneskraut oder die Joyful Kräuter wie hier schon erwähnt habe ich nichts einzuwenden diese wurden ja irgendwo schon immer genommen und sind uns Menschen bekömmlicher als was zusammen gepunshtes was uns nur abhängig und gefühlskalt macht. Für mich würde das nicht in Frage kommen! LG

Hallo ein interessanter Bericht. Ich bin allerdings schon lange weg von Johanniskraut weil sich das mit meiner Art zu verhüten nicht vertragen hat. Was nicht heißt, das es für andere keine Option sein sollte. Ich habe für mich allerdings die asiatische Kräutermischung Joyful entdeckt auch völlig ohne Nebenwirkungen ganz natürlicher Stimmungsaufheller und hilft wirklich also keine China Mogelpackung wie manche vielleicht denken. Hatte auch erstmal bedenken aber wurde echt überrascht.