veröffentlicht am 7. November 2013 in Aktuelles/Neues von

Vergangenen Samstag war ich mit fünf Schülern aus dem zehnten Jahrgang und deren Lehrerin unterwegs. Wir drehten für ein Filmwettbewerb ein Kurzfilm über die Krankheit Depression. Vor circa zwei 2 Monaten kam die Lehrerin der Klasse auf mich zu und fragte, ob ich nicht Interesse daran hätte mit ihren Schülern diesen Kurzfilm zu drehen. Ich stimmte sofort zu, da es ein sehr schönes Projekt ist welches die Krankheit Depression zumindest in dieser Klasse bekannter macht.

Wir waren um zwölf Uhr an den Herrenhäuser Gärten in Hannover verabredet. Leider war das Wetter nass und kalt. Trotzdem ließen sich die fünf Schüler davon nicht beirren. Was ich wirklich toll fand. Nach anfänglicher Schüchternheit blühten die fünf dann auch immer weiter auf. Es hat mir wirklich sehr viel Freude gemacht, mit ihnen zu arbeiten und ihnen die Krankheit Depression näher zu bringen. Ich fand es sehr schön, wie sie sich Gedanken machten und wie engagiert sie bei der Sache waren. Sehr amüsant waren die Absprachen untereinander, die eigentlich schon vorher im Unterricht stattfinden sollten. Naja, ich weiß ja aus meiner Schulzeit, dass selbstständiges Erarbeiten erst anfängt, wenn der Lehrer etwas wissen will. Daher fühlte ich mich sehr an meine Schulzeit erinnert. Der Unterschied ist nur, dass ich nie auf die Idee gekommen wäre samstags etwas für die Schule zu tun.

Der Dreh fand in einem Park statt. Es war eine sehr schöne Umgebung und irgendwie passte das regnerische und graue Wetter dann doch wieder zum Thema. Die Schüler stellten mir verschiedene Fragen rund um meine Erkrankung. Filmten mich beim Füttern der Enten und beim Spazierengehen. Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht. Zudem stellte ich fest, dass es mir relativ einfach fiel vor ihnen zu sprechen. Ich fühlte mich wohl. Vielleicht hängt das auch ein wenig damit zusammen, dass ich vor kurzen schon meine ersten Erfahrungen vor einer Kamera sammeln konnte. Trotzdem war es einfach angenehm, dass sich so junge Menschen, ohne dass sie selbst davon betroffen sind, für die Krankheit Depression interessieren.

Nach zwei Stunden beendeten wir den Dreh. In ein paar Wochen soll es noch einen weiteren Drehtag geben. Bin schon gespannt, was sich die fünf dafür einfallen lassen. Dieser Dreh wird wohl auch bei mir zu Hause stattfinden. Dies stört mich auch nicht. Im Gegenteil, in einer gewohnten Umgebung wird es mir sicherlich noch leichter fallen über meine Depression zu sprechen. Ich lasse mich überraschen.

Ich finde dieses Projekt wirklich sehr gut. Es ist für mich eine gute Gelegenheit, die Krankheit Depression weiter in die Öffentlichkeit zu rücken und auf diesem Wege aufzuklären. Ich finde es allein schon wichtig, dass sich diese fünf Schüler und ihre Lehrerin mit der Krankheit Depression beschäftigen. Denn je mehr Menschen sich gerade in jungen Jahren damit beschäftigen, desto mehr können sie darüber andere informieren und werden vielleicht wachsamer im Umgang mit sich selbst und anderen. Meines Erachtens ist es sehr wichtig, auch junge Menschen über diese Krankheit aufzuklären. Genau aus diesem Grund finde ich das Projekt so interessant.

Ich freue mich auf den zweiten Drehtag!


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2 Kommentare

Hui – Klingt wirklich interessant 🙂

Ja, das war es auch. Es ist ein interessantes Projekt.