veröffentlicht am 28. Juni 2016 in Pflanzliche Heilmittel/ Antidepressiva von

Johanniskraut gegen Depressionen

Johanniskraut ist eine besonders wirkungsvolle Pflanze. Nicht ohne Grund vertraut man seit vielen Jahrhunderten auf diese “frohsinnspendende” Pflanze.  Sie hilft nicht nur bei Hautproblemen und Verbrennung, sie ist auch bei leichten mit mittelschweren Depressionen äußerst effektiv und hilfreich, da es eine stimmungsaufhellende Wirkung aufweist. Jedoch gibt es bei der Anwendung von Johanniskraut-Präparaten Einiges zu beachten.

Was ist Johanniskraut und wie kann man es verwenden?

Johanniskraut ist bereits aus dem Mittelalter bekannt. Die goldgelbe Pflanze blüht etwa um Johanni (24. Juni) und wirkt, zu diesem Zeitpunkt gepflückt, vermeintlich äußerst heilkräftig. Johanniskraut ist bereits seit über 2000 Jahren als Heilpflanze bekannt.
Johanniskraut (Hypericum perforatum) wird bis zu einem Meter hoch. Es treibt einen verzweigten Stängel aus. Die gegenständigen Blätter sind etwa eiförmig bis linealisch. Sie tragen viele durchscheinende Punkte (Drüsen) auf der Oberfläche.
Die goldgelben Blüten besitzen sehr lange Staubblätter und sind ebenso mit hellen oder dunklen Drüsen angesetzt. Die Frucht hat die Form einer eiförmigen, vielsamigen Kapsel. Ein weiteres, unverkennbares Zeichen des Johanniskrauts ist es, wenn man die Pflanze zwischen den Fingern reibt, die verletzten Blüten eine rötliche Flüssigkeit abgeben.
Johanniskraut blüht von Juni bis September.

 

Wie wirkt Johanniskraut bei Depressionen?

Grundsätzlich hat Johanniskraut eine aufhellende Wirkung auf das eigene Gemüt. Welche Inhaltsstoffe diese Wirkungen verantworten, konnte wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt werden. Wahrscheinlich spielen die Inhaltstoffe Hyperforin und Hypericin eine große Rolle. Ebenso ist der genaue Wirkmechanismus im Moment nicht bekannt. Sehr viele Studien haben sich damit befasst, ob und wie gut Johanniskraut depressive Verstimmungen lindern kann. Auch wenn unterschiedliche Ergebnisse heraus kamen, so sind Präparate aus Johanniskraut gegen die Behandlung von Depressionen zulässig.

 

Gegen was wird Johanniskraut noch eingesetzt?

Man verwendete es im Altertum zunächst für die Wundheilung und für Verbrennungen. Auch Hautprobleme wurden damit behandelt. So ist es ein wahrer Glücksfall, dass seine stimmungsaufhellende Wirkung zufällig entdeckt wurde. Es kann ebenfalls Angstzustände lösen, sowie nervöse Unruhe lindern. Es ist sehr wichtig zu beachten, dass man bei einer Einnahme unbedingt mit dem eigenen Arzt Rücksprache gehalten werden muss. Dieser kann dann einschätzen, ob bei den vorliegenden Beschwerden besser eine heilpflanzliche Behandlung oder chemische Mittel eignen. Auch kann Johanniskraut mit anderen Medikamenten gefährliche Wechselwirkungen erreichen. Da es eine längere Zeit braucht, bis die Wirkung bemerkbar wird, können durchaus mehrere Wochen vergehen. Deshalb ist hier Durchhaltevermögen bedeutend. Dies kann meist nur mit verschreibungspflichtigen Präparaten erfolgen. Die frei erhältlichen Pillen und Tees sind meist um ein Vielfaches geringer dosiert und haben eine kaum nachzuweisende Wirkung. Neben der aufhellenden Stimmung kann das aus Johanniskraut gewonnene Rotöl auch bei Hautproblemen sehr hilfreich sein. So beruhigt es trockene und schuppige Haut, sogar bei Neurodermitis stellen sich erste, nachgewiesene Erfolge ein.

 

Was sind Depressionen und was kann man dagegen tun?

Eine Depression ist eine psychische Störung. Diese zeigt sich mit Symptomen, wie schlechte Stimmung, schnelle Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit. Die Symptome können entweder zeitweise oder dauerhaft auftreten. Auch Appetitlosigkeit, oder im Gegenteil ein übermäßiger Verzehr von Lebensmitteln kommen häufig vor. Sollte dieser Zustand länger anhalten, ist es zwingend erforderlich, ärztliche Hilfe einzuholen.


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2 Kommentare

Guter Artikel zum Thema Johanniskraut. Ich finde man sollte noch dazu sagen das Johanniskraut durchaus auch Nebenwirkungen haben kann beispielsweise im Falle einer Unverträglichkeit. Das selbe gilt auch auch Lavendel und allen anderen Heilkräutern. Wer also nach den ersten malen der Einnahme Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen oder ähnliches spürt sollte lieber auf andere Heilmittel umsteigen. Gruß Michelle

Hallo, ein sehr schöne rund interessanter Artikel. Meiner Meinung nach wird die Kraft der Natur viel zu wenig genutzt und gerät imme rmehr in Vergessenheit. Viel zu viel wird nur auf moderne Medizin gesetzt…hat sicher auch seine Berechtigung, und doch gibt es viele Pflanzen die ebenso helfen können.
Ganz liebe Grüße Carolin