veröffentlicht am 16. Februar 2014 in Depression und Angststörung von

Wenn die Anallein,angst,trauriggst kommt, wird es still um einen herum. Es wird dunkel und es entsteht ein einengendes Gefühl. Ich sitze da und weiß eigentlich genau, dass meine Angst und die damit einhergehenden Gedanken unbegründet sind. Trotzdem breitet sie sich immer weiter aus. Es ist häufig der gleiche Ablauf. Am Anfang steht ein Gedanke, dieser zieht erst an mir vorüber. Nach kurzer Zeit, kommt dieser Gedanke wieder. Nun bleibt er und ich beginne damit über diesen Gedanken nachzudenken, dabei sehe ich oft nur die negativen Eigenschaften an diesem Gedanken. Meine Gedanken beginnen zu weben, wie eine Spinne ihr Netz. Dabei beschleunigen sich meine Gedanken, aus Denken wird Grübeln. Plötzlich bemerke ich, dass der Kreislauf in Gang gesetzt ist…

Zum Glück kann ich seit meiner letzten Psychotherapie wesentlich besser gegen meine Grübelattacken und Angst vorgehen. Ich habe gelernt mir den Druck zu nehmen. Trotzdem ist sie da, sie begleitet mich, genau wie meine Depression auch. Ich muss mit ihr leben.

Mich beschäftigt häufig die Frage, warum die Angst und die Depression in manchen Zeiten heftiger sind und in manchen nicht. Dabei habe ich eine interessante Beobachtung gemacht. Ich denke, dass mein Umfeld direkt an dieser Entwicklung beteiligt ist. Fühl ich mich wohl und bin ich von netten Menschen umgeben, die mich schätzen und mir dies zeigen, gibt mir dies Kraft. Es baut mich auf und ich zehre davon. Ich fühle mich wohl. Bin ich von Menschen umgeben, die nichtssagend neben mir her leben, ist dies auch noch ok. Der Knackpunkt beginnt, wenn die Menschen um mich herum sehr negativ eingestellt sind, mich unter Druck setzen, meine Person nicht schätzen und mich absichtlich spüren lassen, dass ich etwas falsch mache.

Da ich sehr feinfühlig bin und einige Dinge anders wahrnehme als die meisten anderen Menschen, macht mir das umso mehr zu schaffen. So kommt es, dass ich verwundbar werde. Das wiederrum macht mich anfällig für meine Depression und meine Ängste.

Es ist wichtig für mich, dass ich dies erkenne, auch wenn sich diese Situationen nicht von heute auf morgen ändern lassen. Trotzdem ist es gut, dass ich dies wahrnehme und verstehe. Es hilft mir, die Vorgänge zu verstehen und mich frühzeitig auf eventuelle Schwankungen in meiner Stimmung und auf meine Angstgefühle einzustellen. Gerade in dieser Zeit muss ich noch mehr auf mich achten, als ich es ohnehin schon tue.

Auch wenn es in diesen depressiven Angstphasen nicht einfach ist, bin ich dankbar dafür, dass diese Phasen nicht so stark wie früher sind und ich wesentlich besser mit ihnen umgehen kann. Dennoch ist es jedes Mal eine kräftezehrende und anstrengende Situation, die einiges an Kraft benötigt, dass ich mit ihr umgehen kann.

Quelle Foto: Fotolia © Artem Furman


Kommentar schreiben


3 Kommentare

Lieber Dennis, ich danke Dir für Deine regelmäßigen Berichte und Reflexionen. Jedesmal habe ich das Gefühl, dass Du mir aus meiner Seele schreibst? Ich bin sicher, dass nur Depressive einander verstehen können!

Freut mich, wenn dir der Blog gefällt und dir vielleicht sogar etwas hilft.
Liebe Grüße
Dennis

…es ist als würdest du von mir schreiben!^^

Ich fühle genauso und ja, es beruhigt sich damit nicht alleine zu wissen.

#Verständnis

DANKE Dennis