veröffentlicht am 10. Juli 2013 in Erfahrungsberichte Tagesklinik von

Hallo Dennis,

ich habe gute Erfahrungen gemacht mit meiner Tagesklinik. Da ich durch das familiäre Umfeld stark angespannt war, mir eine Kur oder der Aufenthalt in einer Tagesklinik empfohlen wurde, entschied ich mich für eine Tagesklinik, da ich noch zwei Kids Zuhause zu versorgen hatte. Morgens fuhr ich zur Tagesklinik und kam am späten Nachmittag zurück, so daß ich noch gut den Haushalt und Sonstiges erledigen konnte.

Die Tagesklinik war super. Neben Gruppengesprächen gab es Sport (Walking, Schwimmen, Joggen), Entspannung (Autogenes Training, Muskelentspannung …), Kunst (Malen, Werken, Musik, Basteln). Das Mittagessen wurde gemeinsam eingenommen, wobei Verteilung, Aufräumen und Spülen von den Gruppenmitgliedern organisiert werden mußte.

Einmal in der Woche wurde selbst gekocht, wobei Planung, Einkauf, Ablauf und Kochen selbst organisiert werden mußte. Das Kochen war das Highlight der Woche. Exkursionen führten in einen Kletterpark und an einen Badesee.

Die Leute in der Tagesklinik wurden in die verschiedenen Gruppen aufgeteilt, so daß die Mitglieder der einzelnen Gruppen gut zueinander paßten. Durch bewußte Pausen im Tagesgeschehen lernte man sich sehr schnell kennen. Da so ein Aufenthalt in der Tagesklinik nicht nur Eitel Sonnenschein ist, sondern auch zur Bewältigung der Probleme beitragen sollte, versuchte man sich gegenseitig zu stützen. Wenn die Situation eskalierte, war sofort ein fachkundiger Ansprechpartner zur Stelle. Bei Bedarf fanden auch Einzelgespräche statt.

Therapie war eigentlich immer angesagt, ob beim Ausflug mit dem Fahrrad, bei dem die Betreuer sich auch mit uns unterhielten, nach Problemen fragten, Empfehlungen gaben, oder auch beim Abschlußkreis am Ende des Tages.

Mein Aufenthalt wurde nach vier Wochen um zwei Wochen verlängert. Ich kann definitiv sagen, daß mir die Tagesklinik sehr viel gebracht hat. Vorher war es mir nie gelungen, das Dauerkopfkarussell zu unterbrechen. Heute kann ich die Gedanken zur Seite schieben, wenn ich mich gerade nicht damit beschäftigen möchte.

Der Aufenthalt hat mich auch dahingehend gestärkt, daß ich einen Sohn habe, der psychische Probleme hat. Wenn es mir gut geht, kann ich auch andere besser unterstützen.


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Ein Kommentar

Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht.