veröffentlicht am 11. Februar 2014 in Alltägliches von

Sagst oder tust du dir auch ab und zu etwas Gutes? Ich frage deshalb, weil ich festgestellt habe, dass es gar nicht so selbstverständlich ist, dass wir uns etwas Gutes, Schönes oder Liebevolles sagen. Auch gönnen wir uns viel zu selten bewusst etwas Gutes. Meistens ist es so, dass wir an der Beziehung zu anderen Menschen arbeiten und diese pflegen. Doch was ist mit der Beziehung zu uns selbst? Auch diese Beziehung muss gepflegt werden, dies vernachlässigen wir nur zu oft. Bemerkbar macht sich dies manchmal erst, wenn es zu spät ist.

Deshalb ist es ratsam sich von Zeit zu Zeit vor Augen zu führen, dass es sich auch noch gibt. Das ist nicht egoistisch, sondern sehr wichtig.

 

Die Beziehung zu uns selbst pflegen

Wenn ich davon spreche, dass wir die Beziehung zu uns selbst pflegen sollen, meine ich damit, dass wir auf uns achten müssen. Wir müssen in uns hinein hören, ob wir noch glücklich sind, bei dem was wir machen. Genauso wichtig ist es sich gelegentlich etwas zu gönnen. Dies müssen nicht immer teure Dinge sein. Viel wichtiger ist es, dass es uns gut tut. Wir können uns kleine Geschenke machen, z. B. in Form eines Parfüms, aber genauso gut können wir uns ein heißes Bad genehmigen, bei dem wir entspannen und unseren Körper zur Ruhe kommen lassen. Natürlich kann es auch ein Spaziergang sein oder das Lesen eines schönen Buches. Es gibt viele Dinge, die wir tun können. Wichtig ist, dass wir dabei abschalten, runterfahren, zu uns finden können und uns bewusst diese Kleinigkeit oder Auszeit gönnen.

Weiter ist damit gemeint, dass wir beginnen auf die Signale und Nachrichten, die uns unsere Seele und unser Körper schicken, zu hören. Oft wollen wir es nicht wahrhaben, dass wir erschöpft sind. Wir denken dann: Stell dich nicht so an, es geht noch mehr. Wir versuchen immer mehr Leistung zu bringen und ignorieren dabei die ersten Warnsignale unserer Seele und unseres Körpers. Irgendwann, wenn sich die negative Entwicklung nicht mehr von der Hand weisen lässt, beginnen wir langsam zu verstehen. Dabei muss es doch gar nicht erst so weit kommen. Oft reicht es aus, wenn wir uns kleine Phasen der Erholung gönnen. Was das für Phasen sein können habe ich oben bereits erwähnt.

Zu einer Beziehung gehört weiterhin, dass man dem Partner ein Kompliment macht, ihm Liebe entgegen bringt. Genau das sollten wir in unserer Beziehung mit uns selbst auch machen.

Ich weiß, dass kann sehr schwierig sein. Bei vielen reicht wohl schon der Gedanke daran aus, dass man vor dem Spiegel steht und sagt – Ich mag dich, du bist schön – um sich zu ekeln und anzuwidern. Trotzdem ist es unerlässlich zu lernen sich selbst wertzuschätzen. Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass dieses Unwohlsein und eher bedrückende Gefühl, was bei positiven Dingen, die wir zu uns sagen, auftritt nach einiger Zeit nachlässt. Ich habe es mir einfach immer und immer wieder gesagt.

Ich denke, dass wir viel ändern können, wenn wir erkennen, dass die Beziehung zu uns selbst großen Einfluss auf unser tägliches Leben, unsere Gefühle und vor allem unsere Gedanken hat. Wenn es uns gelingt, dass wir uns annehmen so wie wir sind, uns akzeptieren und uns die nötige Aufmerksamkeit schenken, wird sich unsere Lebensqualität steigern.


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Ein Kommentar

wenn ich glücklich bin, dann bin ich nicht depressiv!