veröffentlicht am 3. Mai 2014 in Depression und Angststörung von

Depressionen machen auch vor Kindern nicht stopp

Was vielen Eltern vielleicht gar nicht so richtig bewusst ist, Depressioen tauchen auch bei Kindern auf. In einem kürzlich gelesenen Bericht, hieß es, dass sogar schon Vorschulkinder unter Depressionen leiden können. Ich glaube es hieß, dass 12 Prozent der Kinder Ängste und depressive Phasen aufwiesen. Das ist beängstigend. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich die Eltern mit dieser Krankheit befassen, um im Ernstfall rechtzeitig zu reagieren.

Depressionen bei Kindern feststellen

Erst einmal gilt es die Verhaltensweise des Kindes zu beobachten. Natürlich sollten die Eltern nicht überängstlich reagieren und bei dem kleinsten Anzeichen das Schlimmste befürchten. Trotzdem ist es besser, lieber zu früh etwas zu unternehmen, als zu spät. Das bedeutet, sobald der Verdacht besteht, dass das Kind unter Depressionen leidet, sollte ein professioneller Rat von eine Arzt eingeholt werden. Natürlich werden sich jetzt viele die Frage stellen, woran sie erkennen, dass ein Kind unter Depressionen leidet. Dies ist nicht ganz einfach und kann letztendlich auch nur von einem Mediziner, besser gesagt von einem Psychotherapeuten festgestellt werden. Doch die Eltern sind dafür da, erste Anzeichen wahrzunehmen.

Folgende Anzeichen können darauf hindeuten, dass ein Kind unter Depressionen leidet:

• häufige Traurigkeit
• keine Lust zu spielen
• Aggression
• sehr starke Zurückgezogenheit
• Einschlaf- und Schlafstörungen
• starke innere Unruhe
• oft tief in sich gekehrt
• Hyperaktivität

Dies sind nur einige Auffälligkeiten die bei Kindern auf eine Erkrankung an Depressionen hinweisen können. Ich zum Beispiel malte in meiner Kindheit oft traurige Bilder, phasenweise gab es für mich nur die Farbe schwarz.

Was können Eltern zur Vorbeugung tun?

Zu Anfang möchte ich klarstellen, dass es die perfekte und sorgenfreie Kindheit wohl nicht gibt. Dies ist aber auch nicht weiter schlimm. Trotzdem sollten Eltern darauf achten, Streitigkeiten oder gar Beziehungsprobleme nicht vor den Kindern auszutragen, da Kinder sehr sensibel und die Schuld oft bei sich suchen. Zudem sollten die Eltern dem Kind immer das Gefühl vermitteln, dass sie da sind wenn etwas ist. Auch das Selbstbewusstsein und eine positive Eigenwahrnehmung sollten gefördert werden.

Sicherlich sind die oben aufgeführten Anzeichen und die Möglichkeiten was Eltern zur Vorbeugung von Depressionen bei ihren Kindern tun können noch erweiterbar. Dazu gibt es im Internet oder bei einem Psychotherapeuten sicherlich weitere gute ud hilfreiche Anregungen. Doch zuerst einmal ist es wichtig, sich mit der Krankheit und der Frage, ob die eigenen Kinder unter Depressionen leiden könnte auseinanderzusetzen. Denn viele Eltern glauben dass diese Krankheit ihr Kind ganz bestimmt nicht treffen wird. Auch aus diesem Grund werden Depressionen bei Kindern häufig viel zu spät erkannt.


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