veröffentlicht am 10. Juli 2013 in Tagesklinik-meine ersten zwanzig Tage von

Heute schien seit langem mal wieder die Sonne. Als ich mit dem Auto zur Klinik gefahren bin fielen die warmen Sonnenstrahlen durch die Autofenster auf meine Haut. Herrlich, ich dachte mir, so kann es weiter gehen. An der Klinik angekommen meldete ich mich am Empfang, von dort aus wurde ich zur Patientenaufnahme geschickt. Spätestens jetzt machte sich auch bei mir ein wenig Aufregung breit. In der Patientenaufnahme wurde der in Deutschland übliche Papierkram erledigt. Danach ging es auf Station 86 zur Tagesklinik. Hier werde ich mindestens die nächsten zwölf Wochen Tag für Tag an mir arbeiten müssen oder sage ich besser können.

Auf Station 86 der Tagesklinik eingetroffen, wurde mir als erstes der Frühstücksraum gezeigt. Es war nämlich Frühstückszeit und hier frühstücken die Patienten jeden Tag miteinander. Nach dem Frühstück, wurde mir von einer anderen Patientin die Tagesklinik gezeigt und das Eine oder Andere erklärt. Diese Patientin war meine Patin für die nächsten Tage und Wochen, das bedeutet, sie stand mir für Fragen und Anliegen, die gerade in der Anfangszeit gehäuft auftraten zur Verfügung. Nach dem Rundgang gab es im großen Gruppenraum eine kurze Begrüßung der neuen Patienten, verbunden mit einer Vorstellungsrunde. Danach startete die Wochen-Start Gruppe, in dieser konnte jeder etwas von seinem Wochenende erzählen und was diese Woche so ansteht. Zudem sollte jeder für sich ein Ziel definieren, an dem er die laufende Woche arbeitet. Wir Neuen mussten uns nur Vorstellen, alles andere war freiwillig. Es war ein sehr angenehmes Gefühl, dass wir nicht sofort von unserem Wochenende erzählen mussten, sondern ganz in Ruhe ankommen konnten. Nachdem jeder etwas erzählt hatte gab es eine kleine Pause. Danach gingen die anderen Patienten ihrem Therapieplan nach, wir Neuen mussten erst einmal zum Infogespräch.

Auch bei dem Infogespräch war eine sehr angenehme und lockere Atmosphäre. Die allgemeinen Dinge wurden uns zusammen erzählt, wohingegen die privaten Angelegenheiten in einem kurzen Einzelgespräch geklärt wurden. Nach dem Infogespräch gingen wir mit einer ganzen Menge Fragebögen ausgestattet zurück zum Aufenthaltsraum. Die Fragebögen sollten wir bis zum nächsten Tag ausgefüllt haben.

Um 12 Uhr gab es Mittagessen, welches mit dem Essenswagen immer zu unserer Station 86 gebracht wurde. Auch mittags aßen wir alle zusammen. Nachdem wir gemeinsam gegessen hatten war noch etwas Zeit bis es weiter ging. Um 13 Uhr hatte ich mein erstes Gespräch mit meiner Psychotherapeutin. Das Gespräch ist wirklich gut verlaufen. Anfangs war es schon ein wenig ungewohnt über meine Probleme zu sprechen, doch ich hatte mir ja vorgenommen offen und ehrlich zu sein, auch wenn es manchmal schwer fiel. Ich denke ich kann mit meiner Psychotherapeutin gut zusammen arbeiten, sie ist wirklich nett und macht einen erfahrenen und feinfühligen Eindruck.

Nach dem Gespräch hatten wir noch etwas Zeit, die ich genutzt habe um mich mit dem Gebäude vertraut zu machen und meine Fragebögen auszufüllen. Gegen 15:30 Uhr war mein erster Tag in der Tagesklinik zu Ende.


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Ein guter Start!