veröffentlicht am 1. Oktober 2013 in Aktuelles/Neues von

Mein Blog über Depressionen

In der letzten Zeit stellen die Menschen, die ich treffe, mir immer wieder die Frage, warum ich einen Blog über Depressionen schreibe. Ich antworte Ihnen dann, dass ich selbst unter Depressionen leide und ich mit meinem Blog über Depressionen informieren möchte und diese sehr komplexe Krankheit noch weiter in die Öffentlichkeit rücken möchte.

Die nächste Frage lautet oft, ob ich dies nicht auch anders machen könnte. Natürlich hätte ich mir auch einen anderen Weg als den eigenen Blog suchen können um über das Thema Depressionen zu sprechen. Doch mir war es wichtig etwas nach meinen Wünschen und Empfinden aufzubauen. Ich wollte nicht einer von vielen sein. Ok, es gibt mittlerweile auch viele Blogs, die sich mit Depressionen befassen, aber ich wollte nicht an irgendjemanden gebunden sein. Ich wollte selbst bestimmen was ich über das Thema Depressionen schreibe und wie ich dies tue. Mir war es wichtig einen Blog zu erschaffen, bei dem die Leser eine gewisse Herzlichkeit spüren. Sie sollen das Gefühl haben verstanden zu werden. Zudem wollte ich Betroffenen, Angehörigen und Interessierten auf meine Art, mit meinen Texten, Einblick in das Seelenleben eines depressiven Menschen geben.

 

Blogs über Depressionen

Mein Blog sollte etwas Besonderes werden. Er sollte sich von vielen anderen abheben. Es liegt mir sehr am Herzen, dass die Menschen, die meinen Blog und meine Artikel lesen, etwas fühlen. Ich möchte berühren, Gefühle rund um das Thema Depressionen transportieren. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass es sehr viele interessante, informative und schöne Blogs über Depressionen gibt. Ich möchte hier wirklich niemanden schlecht machen, denn jeder einzelne hilft dabei diese komplexe Krankheit besser zu verstehen und die Öffentlichkeit für den Umgang mit Depressionen weiter zu sensibilisieren.

Eine weitere Frage, die mir oft gestellt wird ist, ob ich nicht Angst davor habe, dass mein Arbeitgeber etwas von meinem Blog und somit auch von meiner Krankheit erfährt. Ehrlich gesagt, habe ich etwas Angst davor, dass mein Arbeitgeber auf meinen Blog aufmerksam wird. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass einige Arbeitgeber auf Depressionen nicht gut zu sprechen sind. Jedoch habe ich mittlerweile wenige Fehltage, was wieder für mich spricht. Ich bin hin und her gerissen. Wenn meine Verwandten oder irgendwelche anderen Menschen über meinem Blog oder meine Depressionen etwas erfahren, finde ich dies nicht mehr so schlimm. Schließlich habe ich diesen Weg gewählt um mit diesem Thema in die Öffentlichkeit zu gehen. Dennoch bleibt ein gewisses berufliches Risiko vorhanden.

 

Was macht meinen Blog aus?

Am besten können dies wohl meine Leser beurteilen. Ich denke jedoch, es sind meine Texte, die meinen Blog ausmachen. Ich kann in ihnen Botschaften transportieren, die andere Menschen bewegen, sie aufrichten und ihnen Kraft geben. Zumindest wird mir dies von meinen Lesern und Followern (Twitter) immer wieder gesagt. Weiter denke ich, dass meine Gedichte Einblicke in das Seelenleben depressiver Menschen geben und sich viele meiner Leser in ihnen wieder erkennen. Das war mir von Anfang an sehr wichtig. Ich wollte in meinem Blog nicht einfach Texte und Situationen über Depressionen und Depressive erfinden, sondern meine Erlebnisse und Gedanken schildern. Es ist mir sehr wichtig authentisch zu sein. Dennoch habe ich mich dazu entschlossen, dass ich auch Erfahrungsberichte von Menschen, die genau wie ich auch unter Depressionen leiden, in meinem Blog zu veröffentlichen. Dies hat damit zu tun, dass ich möglichst viele Informationen über das Verhalten und die Gefühlswelt depressiver Menschen auf meinem Blog liefern möchte. Nur mit der Hilfe von Erfahrungsberichten kann ich diese umfangreichen Informationen liefern, da Depressionen viele verschiedene Gesichter haben.

 


Kommentar schreiben


20 Kommentare

Ich finde es richtig, aber auch mutig einen solchen Blog zu führen. Ich bin selber lange im Internet mit einem Frage-Antworten-Portal (web4health.info/de) bzw. einem Psychologie-Blog aktiv. Ich habe selber erlebt, dass dies nicht nur positiv gesehen wird. Aber es wird sich nur durch Aufklärung etwas an der Ausgrenzung von Menschen mit psychischen Besonderheiten ändern.

Hallo,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Leider musste ich auch schon die Erfahrung machen, dass mein Engagement nicht jeder schätzt. Dennoch muss es weiter gehen, da es keinen anderen Weg gibt, die Menschen aufzuklären und die Öffentlichkeit weiter zu sensibilisieren.

Ihnen wünsche ich weiterhin viel Erfolg dabei und alles gute!

Schöne Grüße
Dennis Will

Hey, super Artikel und ja es geht mir genauso wie euch.
Ich blogge aktiv seit kurzer Zeit und ich wurde schon beleidigt und beschimpft. Von Anfang an wusste ich, worauf ich mich einlasse und ich nahm es in kauf. Das schöne ist, dass man einfach viel mehr positive Rückmeldungen bekommt, als negative. Also macht weiter! Macht euer Ding! Lasst euch nichts einreden 🙂 Wir verändern die Welt 🙂

Auch ich leide unter Depressionen und zum Teil an Manischen Phasen, an manchen Tagen ist sogar alles normal und ich bin dankbar für diese Zeit, doch jeder Morgen und jeder Tag ist für mich eine neue Herausforderung und es bestimmt die Krankheit ob sie sich blicken lässt oder mich in Frieden lässt.. ich will hier nur sagen ich werde nicht aufgeben! und das solltet ihr auch alle nicht, trotz dieser Krankheit gibt es auch Dinge für die es sich lohnt zu leben die muss jeder für sich persönlich herausfinden, bei mir ist es mein Sport, meine Familie/freundin, meine Haustiere und viele andere Dinge wegen diesen bin ich noch nicht von dieser Welt gegangen und ich werde es auch nicht, an alle da drausen haltet durch und gebt nicht auf.

Ich habe im Jahre 2010 meine Arbeit verloren durch finanziellen Gründen dadurch wurde ich depressiv. Ein Jahr hatte ich es nicht bemerkt als ich dann zum Arzt ging der mich zum Psychiater überwiesen hatte. Meine Leben bekam ich in den Griff und ich schaffte meinen Führerschein sofern ich dazu eine kennen lernte das im August 2012 eine Beziehung wurde. Eins was fehlte war noch nur ein Job . Beginn des Jahre der nächste Schock :,, meine Mutter zog mit ihren Freund weg sodass meine Schwester ins Heim musste . In diesem Jahr war sogar eine Gerichtliche Verhandlung und sie durfte zu meinen Großeltern. Ich bekam eine Eigene Wohnung sodass unsere Beziehung immer besser wurde aber seit dann meine Psychologin die Medikamente abbaute und ich sie dann 3 Monate nicht mehr nahm ging es mir durchwegs ausreichend nur aber danach nahm ich wieder meine Medikamente . Und im November schlug eine Nachricht per Brief hinein . Meine Freundin schrieb mir einen Brief der mich noch tief belastet. Nach langem und reichlichen überlegen möchte ich unsere Beziehung beenden es viel mir nicht einfach und seitdem bin ich zurückgefallen in einen Depression und nimm drei Medikamente. Aktuell mache ich ein Einzelcoaching beim BFZ .

Ich lebe mit meinen Depressionen seit ich 12 Jahre alt wahr bis heute noch oft denke ich noch an meinen Opa der an Krebs gestorben ist fühle mich deswegen meistens traurig und denke darüber nach was währe wenn er noch weiter gelebt hätte bekomme allerdings diese Gedanken nicht weg, kann deswegen oft nicht gut schlafen geschweige denn traue mich nicht andere Menschen anzusprechen, Bis ich mal zum Arzt gegangen bin der hatte festgestellt es sei einen leichte bis mittelschwere Depression und hatte gesagt ich sollte Antidepressiva nehmen und Sporttreiben
das bei mir immer noch nicht bis ein bisschen geholfen hatte und weis nicht mehr weiter? Weis einer da einen Tipp?

Hi,

mach doch einfach mal einen Termin bei einem Psychotherapeuten. Sprich mit ihm mal ganz unverbindlich darüber. Mir hat es geholfen.

als ehemals Betroffene möchte ich Ihnen mein Buch vorstellen. Es heißt: Glück ist Lebenslust. Erfüllt leben durch Wohl-FÜHLEN-wollen.
Ich wünsche wohlwollende Zeiten
Britta Kanacher

Depressionen werden in der heutigen Gesellschaft immer mehr, auch die Gründe warum viele Menschen Berufsunfähig werden sind häufig Depressionen, von daher ist es auch nicht schlimm einen offiziellen Blog zu betreiben, denn man erkennt das man was dagegen tut, und dadrauf kommt es an.

<3 !

Ein sehr schöner Blog, gut geschrieben, ehrlich und hoch interessant. Weiter so 🙂 (natürlich wünsche ich Ihnen aber dennoch, dass sie die Depression überwinden)

Vielen Dank!!!

Dennis

Ich finde es wirklich schön zu lesen. Bin erst 17 und selbst schon mit der Diagnose Depression und Borderline (Essstörung auch aber gerade nicht wichtig) zu tun. Ja, ich bin kein Teenager, der nach einem kurzen Liebeskummer und paar Tränen meint er sei psychisch krank. Seit ich 14 bin lebe ich praktisch in Krankenhäuser und Kliniken.
Mit traumatischen Erlebnissen und mehrere stationäre Behandlungen kann ich sagen, dass es ernst ist.

Ich selbst führe auch ein Blog – aus der Sicht von mir. Ein 17 jähriges Mädchen, dessen Leben unerträglich ist.

Wie heißt dein Blog?

LG
Dennis

Ich leide schon ein jahr an Depressionen und ich bin gerade erst mal 16 es kommt mir vor als würde es manchmal schlimmer werden jeden Morgen stehe ich auf alles ist gut weil mich meine Freunde ablenken doch abends sitze ich einfach da und weine, ich weine alles raus und es kommt immer und immer wieder und ich frage mich ob das jeh aufhören wird…

Hallo,
es ist ganz wichtig, dass du dir ärztliche Hilfe holst. Für uns alleine ist es zu schwer, aus diesem Negativkreislauf heraus zu kommen. Jedoch kann es mit der Hilfe eines Psychotherapeuten gelingen. Ich kenne sehr viele Menschen, die ein heftiges Tief in ihrem Leben durchlebt haben und auch gedacht haben, dass es nicht mehr besser wird. Doch es wurde bei vielen besser, nachdem sie eine Psychotherapie gemacht haben. Solltest du dich für eine Psychotherapie entscheiden, gib dir Zeit. Erwarte nicht zu viel von dir und lass dich drauf ein. Die Psychotherapeuten wissen was sie tun, sie können helfen, jedoch keine Wunder bewirken. Es ist ein Prozess. Eine Psychotherapie ist ein sehr guter erster Schritt.
Mir hat die Psychotherapie auch sehr geholfen. Es war eine gute Entscheidung, dass ich diesen Weg gegangen bin, denn wie bereits erwähnt, sollte sich jeder ärztliche Unterstützung holen.

Wichtig ist aber auch, dass du erkennst, dass deine Freunde dich ablenken und dies dir gut tut.

LG
Dennis

Hallo zusammen, erstmal grosses Lob an dich Dennis. Tolle Seite. Finde es super dass du diese Seite gestartet hast. Da die Menschen zu wenig über Depressionen wissen und ich mich oft nicht ernst genommen fuehle. Ich selber leide selbst an Depressionen seid ich 17 Jahre alt bin und habe gemerkt dass sich viele Leute von mir entfernt haben.. am Dienstag fange ich meine mittlerweile zweite Therapie in der tagesklinik an und bin schon aufgeregt. Ob es mich ein stueck weiter bringen wird. Ich wünsche allen hier, dass sie die Krankheit in den griff bekommen.alles gute

Ich schreibe auf meinem Blog auch über Depressionen. Vor dem Arbeitgeber habe ich keine Angst, denn mein Chef weiß was los ist. Und er ist sehr überraschend positiv damit ungegangen.

Viele Grüße Stefan
http://www.adieu-depression.de

Hi,
erst einmal finde ich es sehr, sehr lobend und bewundernswert, dass Du mit Deinen Depressionen selbst so offen umgehst und auch kein Geheimnis daraus machst. Denn genau solche Menschen brauchen depressive Leute, da sie es nicht nur wegen ihrer Krankheit selbst schwer haben im Leben, sondern auch weil es kaum Menschen gibt, die einem wirklich Beistand leisten und helfen. Und gerade durch dein öffentliches Umgehen mit Deinen Depressionen und Dein Teilen Deiner Gedanken mit den Menschen hilfst Du und wirst Dein Ziel Menschen zu erreichen und zu bewegen aufrichtig meistern. Denn sie werden Hilfe und Beistand in Dir finden.
Liebe Grüße
Arnold

Die Ursache hinter der Ursache ist sehr oft eine Belastung mit Schwermetallen.
Daraus resultieren dann Angststörungen, psychische Probleme und körperliche Symptome jeglicher
Art ,ich habe es selbst durch.
Nach der Ausleitung verschwanden komischer Weise alle meiner Symptome nach und nach.
Aber diese Ursachen hinterfragt kein Arzt, im Sinne der Pharmaindustrie werden die Symptome
behandelt und der Körper noch weiter geschädigt..
Am besten eigenen sich Chlorella – Algen für die Ausleitung von Schwermetallen. Einfach ausprobieren, die allermeisten Leute wissen nichts von diesem Problem, Sie werden sich wundern, welche Dinge sich plötzlich in Luft auflösen. Mein Blutdruck ist seither bei 125 : 75, so ganz nebenbei.