veröffentlicht am 24. Januar 2015 in Depression und Angststörung von

Warum Achtsamkeit?

Wofür ist Achtsamkeit eigentlich gut bzw. was bringt mir Achtsamkeit? Vielleicht kennt jemand von euch diese Fragen. Auch ich habe mit diese Fragen anfangs immer wieder gestellt. Ich habe in den Aussagen meines Therapeuten einfach keinen Sinn gesehen. Bis mir im Laufe der Zeit bewusst wurde, wie wichtig Achtsamkeit ist. Nicht nur für einen Depressiven, also Menschen die unter Depressionen leiden, ist sie von großer Bedeutung, sondern auch für Menschen die sich gesund fühlen. Denn Achtsamkeit ist in allen Lebensbereichen wichtig.

 

Achtsamkeit zur Behandlung von Depressionen

Natürlich reicht zur Behandlung von Depressionen nicht nur Achtsamkeit aus, jedoch ist sie ein sehr wichtiges Instrument während der therapeutischen Behandlung. Vielleicht fragst du dich jetzt wieso dies so ist? Ganz einfach, Achtsamkeit schult das Empfinden und die Aufmerksamkeit. Dies kann depressiven Menschen dabei helfen schwierige Situationen im Vorfeld zu erkennen und ihnen somit aus dem Weg zu gehen. Wie das gehen soll? Also, nehmen wir einmal an, Depressive leiden aufgrund ihrer Depressionen an starken Grübelzwängen. Bei Grübelattacken oder –zwängen denkt man unaufhörlich über etwas nach, meist sind dies negative Gedanken. Es ist, als würden die Gedanken den Körper beherrschen. Man bekommt Angst, doch kann nichts gegen die negativen Gedanken tun. Zudem neigen von Depressionen betroffene Menschen häufig zur Dramatisierung während dieser Gedankengänge. Genau diesen Prozess soll die Achtsamkeit vermeiden. Ziel ist es nämlich, durch Achtsamkeit ein Gespür vor diese Situationen zu bekommen. Mit Gespür meine ich, wie entwickeln sie sich, ist es möglich Auslöser wahrzunehmen oder was hilft mir dabei dieses Gedankenkarussell zu durchbrechen. Denn weiß man was diese negativen Gedanken begünstigt, kann man diesen Situationen aus dem Weg gehen. Genauso ist es möglich, diesen negativen Kreislauf zu durchbrechen, wenn man weiß was einem gut tut.

 

Achtsamkeit und positive Erlebnisse…

Menschen die unter Depressionen leiden fühlen sich oft wie in einem Tunnel und neigen dazu, das Negative im Leben über zu bewerten. Genau an diesem Punkt kommt die Achtsamkeit ins Spiel, denn durch sie ist es möglich, auch die positiven Erlebnisse oder Situationen im Leben festzuhalten und zu erkennen. Natürlich bedarf es dazu einiger Übung. Doch es lassen sich durch die regelmäßige Anwendung von Achtsamkeitsübungen gute Erfolge erzielen. Auch ich fühlte mich damals wie in einem Tunnel, habe nichts mehr von der Außenwelt wahrgenommen. Erst durch Achtsamkeit sind mir diese vielen wundervollen kleinen Dinge im Leben wie zum Beispiel, das Zwitschern der Vögel oder der Geruch der frisch gemähten Felder wieder aufgefallen.

 

Achtsamkeit ergänzt die Therapie bei Depressionen

Gerade weil Achtsamkeit die Empfindungen und Aufmerksamkeit schult, ist sie eine perfekte Ergänzung zu einer therapeutischen Behandlung. Egal ob man unter leichten oder schweren Depressionen leidet. Wenn ihr mehr über meine Erfahrungen mit dem Thema Achtsamkeit erfahren möchte, kann einfach diesem Link folgen.


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