veröffentlicht am 10. März 2015 in Essstörung von

Wege aus der Essstörung

Wege aus der Essstörung finden und zurück ins Leben kämpfen – Alleine in Deutschland gibt es offiziell etwa 100.000 Männer und Frauen, die an Magersucht leiden. Grund dafür ist meist der Wunsch, perfekt auszusehen, so wie es in Filmen und Magazinen vorgelebt wird. Der erste Schritt für diese Erkrankung wird oft mit einer Diät gesetzt. Es gibt allerdings Wege aus der Essstörung.

 

Ursachen und Wege aus der Essstörung finden

Zu den häufigsten Essstörungen zählt die Magersucht, die oft auch mit Bulimie einhergeht. Viele Betroffene wollen eigentlich nur schön sein und verzichten dafür auf die wichtige Energiezufuhr, die der Mensch zum Leben braucht. Meist werden diese massiven Diätmaßnahmen aber von plötzlichen Essattacken gefolgt. Wer sich danach den Finger in den Mund steckt, um das Gegessene wieder herauszubrechen, leidet an einer Essstörung. Hinter einer Essstörung steckt aber meist mehr, als nur der Wunsch, schön zu sein. Oft sind psychische Leiden, wie Identitätsprobleme, Selbstzweifel, Ärger mit der Familie oder auch Angst vor dem Erwachsenwerden, Grund für einen unliebsamen Umgang mit dem eigenen Körper. Um Wege aus der Essstörung finden zu können, muss erst einmal der Ursachen auf den Grund gegangen werden. Dabei können Psychotherapeuten eine wichtige Rolle spielen. Aber auch Kliniken bieten Hilfe nicht nur beim Entdecken der Ursachen an, sondern zeigen Patientinnen Wege aus der Essstörung.

 

Wege aus der Essstörung ambulant oder stationär?

Der erste Schritt, um Wege aus der Essstörung zu finden, ist ein Gespräch mit dem Arzt des Vertrauens. Er oder sie kann entscheiden, ob eine stationäre Aufnahme in einer Klinik die richtige Maßnahme ist. Meist wird ein Klinikaufenthalt dann empfohlen, wenn das Körpergewicht bereits unter 75 Prozent des Normalgewichts gefallen ist. Wege aus der Essstörung können aber auch Ernährungsberater in Kombination mit Therapeuten, die sich auf Essstörungen spezialisiert haben, aufzeigen, ohne dabei in eine Klinik gehen zu müssen. Jedenfalls ist das Ziel einer Therapie, wieder regelmäßig und genussvoll essen zu können und sich selbst so anzunehmen, wie man ist. Auch in Sachen Prävention hilft die Klinik oder der Spezialist. Wichtig dabei ist es, dass ihr euch so annehmt, wie ihr seid! Jedenfalls muss das richtige Essen wieder gelernt werden. Kliniken bieten auch sogenannte Intervalltherapien als Wege aus der Essstörung an, bei der das Ziel die Gewichtszunahme ist und man nur phasenweise in der Klinik bleibt. Denn die in der Klinik erlernten Verhaltensweisen können so zuhause erprobt und danach wieder in der Klinik überprüft werden.

 

Hilfe annehmen!

Eine Essstörung ist eine ernstzunehmende Erkrankung und kann im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Deshalb ist es umso wichtiger, Wege aus der Essstörung zu suchen und Hilfe anzunehmen. Denn eine Therapie ist nur dann wirklich erfolgreich, wenn Patientinnen die Essstörung akzeptieren sich helfen lassen.


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2 Kommentare

Ich bin Ende 20 und leide seit meinem 16. Lebensjahr unter Magersucht. Es ist ein ständiger Kampf und ich glaube nicht, dass er jemals endet.

Das einzige, was mir annähernd geholfen hat klar zu kommen war ein langer stationärer Klinikaufenthalt. Dort habe ich Schritt für Schritt wieder normal gegessen und gelernt auch im Alltag wieder zurecht zu kommen. Ich hatte zu meinen schlimmsten Zeiten nur noch ein Gewicht von 40 kg. Heute wiege ich immerhin 55 kg. Bis hierhin war es ein langer und harter Kampf, jede Mahlzeit, die ich zu mir nehme ist noch mit Überwindung verbunden. So langsam lerne ich, mich und meinen Körper zu akzeptieren, von lieben bin ich noch weit entfernt, aber über jeden kleinen Schritt bin ich dankbar.

Zusätzlich so meiner Essstörung kommen auch immer mal wieder depressive Schübe, dann falle ich ich in ein tiefes Loch und schaffe es oft nur mit Unterstützung meiner Familie wieder herauszukommen. Auch deine Tipps nehme ich mir immer zu Herzen und versuche sie so gut wie möglich umzusetzen. Es ist jedoch einfach ein langwieriger Prozess und geht nicht von heute auf morgen.

Hi

Ja es ist ein länger und oft schwerer Weg, der einem jede Menge abverlangt. Wichtig ist jedoch, dass man die kleinen Fortschritte wahrnimmt und als positiv empfindet. Leider neigen wir viel zu oft dazu, die kleinen positiven Dinge in unserem Leben zu übersehen oder abzuwerten.

Deine Entwicklung ist durchaus positiv. Denn es verändert sich etwas. Ok, dir fällt das Essen noch schwer. Doch wenigstens schaffst du es zu essen. Das zeigt deine Stärke. Darauf kannst du stolz sein!

LG
Dennis