Was ist eine Psychotherapie?

Eine Psychotherapie ist ein Therapieansatz für alle psychischen Krankheiten. Auch Verhaltensstörungen werden mit Hilfe einer Psychotherapie behandelt. Die Psychotherapie behandelt die seelischen Beschwerden oder Probleme der Patienten und zielt darauf ab, dass die Betroffenen sich mit ihrer persönlichen Einstellung, aber auch mit vorhandenen Schwierigkeiten in ihrem Leben beschäftigen. Ziel einer Psychotherapie ist, dass der Psychotherapeut gemeinsam mit dem Betroffenen die Ursachen einer Depression oder Angststörung, welche die Beschwerden und Störungen der Seele und des Körpers auslösen, erarbeitet und einen Weg findet, wie der Betroffene damit umgehen kann bzw. die auftretenden seelischen Beschwerden und Probleme besser verarbeiten kann. Dazu gehört auch, dass sich der Psychotherapeut und der Betroffene in Gesprächen mit der Biographie und den aktuellen Lebensumständen auseinandersetzen.

Möglichkeiten für eine Psychotherapie

Eine psychotherapeutische Behandlung kann beispielsweise ambulant durchgeführt werden. Bei der ambulanten Psychotherapie liegt der Schwerpunkt auf Einzelgesprächen, es können aber auch Gruppengespräche in einer Therapiegruppe stattfinden. Sollten die psychischen Beschwerden zu stark sein, sodass der Betroffene schwere Symptome aufzeigt, kann auch eine teilstationäre psychotherapeutische Behandlung angegangen werden. Bei der teilstationären Psychotherapie befindet sich der Betroffene über mindestens zwölf Wochen in teilstationärer Behandlung. Das bedeutet, der Patient ist von morgens um acht bis nachmittags um sechzehn Uhr in der Tagesklinik. Auch bei einer teilstationären Psychotherapie wird viel Wert auf Einzel- und Gruppengespräche gelegt, zusätzlich wird der Patient zu sportlichen Aktivitäten animiert und erlernt Entspannungstechniken. Auch die Kreativität der Betroffenen kann mit Hilfe einer Kunsttherapie gefördert werden. Sollte ein akuter Notfall vorliegen, was bedeutet, dass der Betroffene unter sehr starken Beschwerden und Symptomen leidet oder sogar Suizid gefährdet ist, kann eine stationäre Psychotherapie verordnet werden. Während einer stationären Psychotherapie bleibt der Patient Tag und Nacht in der Klinik. Die Inhalte einer stationären Psychotherapie sind vergleichbar mit denen einer teilstationären Behandlung.

Psychotherapie – psychosomatischen Kur

Eine Psychotherapie kann auch in einer sogenannten psychosomatischen Kur durchgeführt werden. Eine psychosomatische Kur beinhaltet natürlich auch Einzel- und Gruppengespräche. Doch zusätzlich zu der Psychotherapie kann der Patient beispielsweise eine Tanztherapie absolvieren oder autogenes Training und Muskelentspannung erlernen. Auch werden sportliche Aktivitäten und Kreativität gefördert. Es besteht bei manchen Kurkliniken zudem die Möglichkeit, sich in Bädern oder in der Sauna zu erholen.