Jetzt möchte ich auf Dinge und Situationen eingehen, die während einer Therapie auf euch zukommen können. Schließlich ist es wichtig und beruhigend zu wissen, was euch erwartet. Ich möchte euch von vornherein sagen: Habt keine Angst vor neuen Erfahrungen oder Eindrücken, seht es als Chance, dass es euch besser geht.

Seid stolz auf euch

Ihr habt euch für eine Therapie entschieden, dass ist ein großer Fortschritt auf den ihr stolz sein könnt. Macht euch das immer wieder klar, am Anfang sind es kleine Schritte, trotzdem werdet ihr erkennen, wie hilfreich diese Schritte sind, um einen längeren Weg zurück zu legen. Ihr habt euch getraut und wollt an euch arbeiten, sehr gut!

Keine Angst vor Gruppengesprächen

Erst einmal muss ich sagen, dass Gruppengespräche meistens nur während einer Psychosomatik-Kur, einer stationären oder teilstationären Psychotherapie statt finden. Solltet ihr Gruppengespräche haben, bleibt ganz ruhig, es ist überhaupt nicht schlimm. Es kann sogar sehr interessant sein zu sehen, dass andere Menschen annähernd die gleichen Probleme haben. Auch hört man in einer Gruppe immer verschiedene Meinungen und Ansichten, die nicht ausgeblendet werden sollten, sondern zum Hinterfragen genutzt werden sollten. Wer ein absolutes Problem mit Gruppengesprächen hat, sollte sich Anfangs etwas zurück halten und einfach mal schauen was die anderen erzählen. Ihr werdet sehen, dass es überhaupt nichts schlimmes an Gruppengesprächen gibt und Befürchtungen ausgelacht zu werden, völlig fehl am Platz sind. Denkt daran, dass alle die in dieser Runde sitzen, ihre Probleme haben, sonst wären sie nicht dort.

Versucht euch zu öffnen

Auch wenn es Anfangs schwer fallen sollte (mit diesem Problem steht ihr nicht alleine da), ist es wichtig, dass ihr euch nach und nach öffnet und über eure Ängste, Probleme, Gefühle und Emotionen sprecht. Ihr werdet schnell merken, dass es hilft über diese Dinge zu sprechen. Vielleicht lernt ihr Menschen kennen, die euch sympatisch sind und denen es ähnlich wie euch ergeht, versucht mit ihnen zu sprechen und Erfahrungen auszutauschen.

Konzentriert euch auf eure Genesung

Natürlich könnt ihr, wie oben erwähnt, euch mit anderen Patienten oder Menschen austauschen, aber ihr solltet stets beachten, dass eure eigene Genesung im Vordergrund steht. Zwingt euch nicht zu etwas, sagt ruhig mal Nein, wenn es zuviel wird. Hört in euch rein und sammelt Erfahrungen. Was tut euch gut, wobei könnt ihr entspannen und abschalten, was macht euch Spaß? Diese Fragen werden sehr wichtig sein für die Zeit nach eurer Therapie.

Während der Therapie selbst aktiv an euch arbeiten

Eine Therapie zu machen und dann zu denken, die Psychotherapeuten werden das schon hinkriegen, ist nicht der richtige Weg. Ihr solltet während der Therapie selbst aktiv an euch arbeiten. Hinterfragt eure Eintellungen zu gewissen Dingen und Situationen, versucht das Erlernte umzusetzen und lernt über eure Schwächen und Ängste zu sprechen. Lernt euch zu vertrauen. Ihr werdet sehen, dass es funktioniert. Macht euch dabei keinen Druck, geht behutsam vor und versucht an euch zu glauben.