Sich für eine Therapie zu entscheiden, ist das Beste was ihr machen könnt. Selbst wenn ihr sehr stark seid und euer Umfeld gefestigt erscheint, ist es besser für euch professionell unterstützt zu werden. Es ist wichtig eine Therapie in Angriff zu nehmen und somit optimale Voraussetzungen für die Bewältigung eurer Probleme und des Alltags zu schaffen.

Habt ihr euch dazu entschieden Hilfe oder besser gesagt, Unterstützung in Form einer Therapie in Anspruch zu nehmen, solltet ihr euch über folgende Punkte Gedanken machen.

Welche Therapieform wähle ich?

Wenn es um die Wahl der Therapieform geht, solltet ihr auf jeden Fall euren Hausarzt oder Therapeuten mit einbeziehen. Natürlich hängt die Wahl eurer Therapieform auch davon ab, wie flexibel ihr seid und wie offen ihr mit eurer Krankheit umgehen wollt. Eine Psychosomatik-Kur erfordert beispielsweise, dass ihr für längere Zeit in einer Kurklink seid. Das kann zur Folge haben, dass es Fragen aus dem privaten und beruflichen Umfeld gibt. Das Gleiche gilt bei einer stationären- oder teilstationären Psychoterapie. Ein regelmäßiger Besuch bei einem Psychotherapeuten ist da schon wesentlich anonymer. Letztendlich solltet ihr aber in euch hinein hören und das tun was euch gut tut, wenn ihr denkt, eine Psychosomathik-Kur wird euch weiterhlfen, dann macht es. Egal was andere sagen, euch muss es besser gehen und ich denke, das werdet ihr auch schaffen.

Den richtigen Psychotherapeuten finden

Den richtigen Psychotherapeuten zu finden ist nicht immer ganz einfach. Es gibt meiner Ansicht nach viel zu wenig gut ausgebildete Psychotherapeuten. Was zur Folge hat, dass ein Termin schon einmal mit einer Wartezeit von mehreren Monaten verbunden ist. Solltet ihr einen Termin bekommen haben, wird es sicherlich ein Vorgespräch oder einige Probesitzungen geben. Bei dem Vorgespräch ist es wichtig, dass die Chemie zwischen euch und dem Psychotherapeuten stimmt, sollte dies nicht der Fall sein, sucht weiter. Denn die Chemie ist ein ganz wichtiger Punkt, schließlich müsst ihr euch während einer Therapie öffnen und ihr könnt davon ausgehen, dass auch unangenehme Themen angesprochen werden. Es muss eine Vertrauensbasis da sein und diese ist einfacher herzustellen, wenn die Chemie zwischen Psychotherapeut und dem Betroffenen stimmt.

Sich öffnen und auch unbequeme Therapiegespräche führen

Als ganz wichtigen Punkt erachte ich, dass ihr euch darüber im Klaren sein solltet, euch während der Therapie zu öffnen. Dies ist ein ganz wesentlicher Schritt auf dem Weg zum Therapieerfolg. Ich kann euch Mut machen und euch sagen, dass dies schon ganz andere Menschen geschafft haben. Lernt zu vertrauen und denkt daran, dass es für euch ist, damit es euch besser geht. Auch sollte euch klar sein, dass eine Therapie mit Arbeit an euch selbst verbunden ist. Es wird über eure Biographie und über die aktuelle Lebenssituation gesprochen, daher werden sicherlich Gespräche geführt, die auch schon mal etwas Unbehagen in euch hervorrufen können. Wichtig ist, dass ihr ehrlich seid, weiter an euch arbeitet und die Therapie, wenn ihr sie anfangt, durchzieht.

Legt die Angst vor Einzel- oder Gruppengesprächen ab

Informiert euch vor einer Therapie über die Einzel- oder Gruppengespräche und versucht so eure Angst etwas abzulegen. Ich kann euch sagen, dass die geführten Gespräche überhaupt nicht schlimm sind. Die Gespräche werden euch helfen und ihr werdet sehen, dass andere Menschen die gleichen oder ähnliche Probleme in ihrem Leben haben. Lernt euch zu vertrauen und geht diesen Schritt, es wird euch weiterhelfen.