veröffentlicht am 13. Mai 2015 in Ernährung von

Vitamin D bei Depressionen – die natürliche Heilung

Die positive Wirkung von Vitamin D bei Depressionen wurde eingehend erforscht und bestätigt. Unzählige Prozesse finden mithilfe des fettlöslichen Vitamins statt, ein Mangel birgt ein hohes Gesundheitsrisiko für Körper und Seele. Vitamin D wird von den Körperzellen selbst hergestellt, die Produktion erfolgt zu rund 90 % in den Hautzellen. Unabdingbar ist eine ausreichende Sonnenbestrahlung, die aufgrund des niedrigen Sonnenstandes im Winter oft nicht gegeben ist. Aus diesem Grund ist in der dunklen Jahreszeit eine Vielzahl der Menschen anfällig für depressive Erkrankungen.

 

Vitamin D bei Depressionen – nachgewiesener Zusammenhang

In den USA wurden für eine Studie des UT Southwestern Medical Centers in Dallas über einen Zeitraum von vier Jahren ca. 12.600 Patienten untersucht. Die Forscher stellten nachweislich einen Zusammenhang zwischen dem Mangel an Vitamin D durch fehlendes Sonnenlicht und dem erhöhten Risiko für Depressionen fest. Ähnliche Studien wurden in Kanada, den Niederlanden und weiteren Ländern durchgeführt, die beteiligten Forscher kamen zu dem gleichen Ergebnis der positiven Entgegenwirkung von Vitamin D bei Depressionen. Da Vitamin D nur in geringen Mengen über die Nahrung in den Körper gelangt, ist besonders in den nördlichen Breitengraden eine Unterversorgung der meisten Menschen weit verbreitet. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt als Richtwert für den Bedarf an Vitamin D eine Menge von 20 Mikrogramm Vitamin D pro Tag. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung versorgt einen Menschen täglich mit einer Menge von zwei bis vier Mikrogramm, in Deutschland besteht somit bei 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung eine Mangelerscheinung.

 

Diagnose und Behandlungsmöglichkeit

Leidet ein Patient unter einer Depression, für die keine Gründe erkennbar sind, besteht die Möglichkeit einer Erkrankung aufgrund der Unterversorgung mit Vitamin D. Mittels eines Bluttests kann von medizinischer Seite der Status des Vitamin-D-Gehalts ermittelt werden. Bestätigt sich der Anfangsverdacht, empfiehlt der zuständige Mediziner in der Regel eine zusätzliche Versorgung mit Nahrungsergänzungsmitteln. Ergänzend zu der zusätzlichen Zufuhr von Vitamin D bei Depressionen empfiehlt sich die vermehrte Nutzung des Sonnenlichts. Der Patient sollte täglich für mehr als 30 Minuten rund 20 % seiner Körperoberfläche der Sonne aussetzen, um mithilfe den UV-B-Strahlen die natürliche Produktion anzukurbeln. Zusätzlich zu der Gabe von Vitamin D bei Depressionen ist eine verordnete Lichttherapie hilfreich.

 

Mehr Lebensenergie durch Vitamin D

Die positive Wirkung von Vitamin D bei Depressionen stellen viele Patienten nach kurzer Zeit fest. Es stellt sich eine stetige Besserung der Stimmung ein und die Betroffenen schöpfen neue Energie. Von einer Selbstmedikation mit Vitamin D bei Depressionen sollte abgesehen werden, um eine eventuell schädlich wirkende Überdosierung zu vermeiden. Da das Vitamin für unzählige Funktionen des Körpers essenziell wichtig ist, kann ein Mangel zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und weiteren Krankheiten führen. Die Gabe von Vitamin D bei Depressionen ist kein Allheilmittel, bietet in vielen Fällen jedoch deutliche Linderung der Beschwerden.


Kommentar schreiben


4 Kommentare

Mein Vater hat mir gerade letztens noch empfohlen den Vitamin D Spiegel einmal untersuchen zu lassen, da er eine Mangelerscheinung hat. Bisher habe ich es allerdings noch nicht machen lassen. Hat jemand Erfahrungen mit der Gab von Vitamin D? Hilft es zusätzlich zu den Antidepressiva? Ich spüre im Moment nämlich keine wirkliche Wirkung mehr meiner Medikamente, aber ich mag auch nicht bis ins Unendliche erhöhen.

Gruß
Annie 

… Die Wirksamkeit von Vitamin D bei Depression ist nicht annähernd zweifelsfrei belegt. Bei einer Krankheit, die zu RÜckzug führt ist es wohl kaum erstaunlich, dass Betroffene weniger “Lichthormone” haben als jemand, der draußen glücklich umherspringt. Dass aber die Gabe von Vitamin D antidepressiv wirken kann, ist mehr als fragwürdig.

Hallo,

vielen Dank für deinen Kommentar. Es wird vermutet, dass eine zusätzliche Vitamin D Gabe bei leichten Depressionen Linderung verschaffen kann. Selbstverständlich sind viel Präparate noch nicht ausreichend erforscht und natürlich sollte man sich nicht nur auf ein Nahrungsergänzungsmittel oder ein Medikament verlassen. Ich denke und das erwähne ich hier auch immer wieder, eine Therapie ist verdammt wichtig.

Jedoch gibt es auch Betroffene, die mit Nahrungsergänzungsmitteln wie z.B. Vitamin D, Omega 3 Fettsäuren oder Tryptophan gute Ergebnisse erzielt haben. Aber man sollte von der Einnahme keine Wunder erwarten.

LG
Dennis

Sehr interessanter Beitrag.
Ich habe vor einem Jahr (damals hatte ich eine leichte bis mittelschwere Episode) ausprobiert wie es mir mit Vitamin D geht. Ich habe eine Tagesdosis (25 µg bzw. 1000 I.E.) zusätzlich zu meinen Medikamenten genommen. Und ich war positiv überrascht.
Nach zwei Wochen, solange dauert es bis sich das Vitamin im Körper anreichert, hat sich meine Stimmung stabilisiert. Ich war weniger niedergedrückt und konnte mich besser konzentrieren.
Bei einer starken oder akuten Depression wird es aber vermutlich keine spürbare Wirkung haben.

@Annie ich würde deine Medikation nur in Absprache mit deinem Psychiater verändern. Selber an der Dosis rum zu experimentieren kann in die Hose gehen.

Auf meinem Blog kilopsyche.wordpress.com schreibe ich mehr über meine Erfahrungen mit Depressionen und dem Thema Abnehmen. Schaut doch mal rein.