veröffentlicht am 29. Juni 2016 in Ernährung von

Vitalstoffmedizin – Die moderne Heilkunde des 21. Jahrhunderts

In der Wissenschaft und Medizin wird die Vitalstoffmedizin als orthomolekulare Medizin bezeichnet. Diese alternativmedizinische Methode bedient sich dem Einsatz von Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen und Fetten. Im Vordergrund der Vitalstoffmedizin steht die Behandlung und Vermeidung von Erkrankungen. Grundlage der orthomolekularen Medizin ist die Annahme, dass ein biochemisches Ungleichgewicht im Körper Krankheiten begünstigt und auslöst. Durch die Zufuhr von entsprechenden Vitaminen, Mineralen, Spurenelementen und Fetten kann das Ungleichgewicht ausgeglichen werden. Krankheitsrisiken und Erkrankungen sollen vermieden werden.

 

Die Vitalstoffmedizin verstehen

Aktuell gelten 45 Vitalstoffe als lebensnotwendig für den menschlichen Organismus. Die Substanzen können in fünf Gruppen unterteilt werden: Vitamine und vitaminähnliche Substanzen, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren, Fettsäuren.

Diese Vitalstoffe übernehmen im Körper zahlreiche wichtige Aufgaben, oder sind zumindest maßgeblich an diesen beteiligt. Entscheidend sind sie unter anderem beim Stoffwechsel oder bei der Immunabwehr. Fehlen dem Körper bestimmte Vitalstoffe, die für entscheidende Prozesse benötigt werden, kommt es zu Einschränkungen. Das Immunsystem kann beispielsweise nicht mehr ausreichend arbeiten und Krankheiten entstehen.

Hier kommt die Vitalstoffmedizin zum Einsatz. Ein Vitalstoffmangel soll durch die Zufuhr von zusätzlichen Vitalstoffen, in Form von Nahrungsergänzungsmitteln und durch eine Nahrungsumstellung, aufgehoben werden. Damit werden die Ursachen der Erkrankungen behoben.

 

Vorteile der Vitalstoffmedizin

Die Vorteile der orthomolekularen Medizin sind recht einfach beschrieben. Zum einen sind Vitalstoffe deutlich verträglicher als körperfremde Substanzen. Schließlich sind sie ohnehin im menschlichen Körper vorhanden und für diesen essenziell. Zum anderen sind die Risiken einer Medikation mit Vitalstoffen wesentlich geringer. Bis zu einem gewissen Grad können Vitalstoffe über die Ernährung aufgenommen werden. Erst wenn die Verwertung im Organismus nicht ausreichend stattfindet, eine vitalstoffreiche Ernährung nicht möglich ist oder mehr Vitalstoffe notwendig sind als der eigentliche Bedarf, ist eine Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel erforderlich. Nebenwirkungen treten in der Regel nur bei extrem hohen Dosen, die über einen längeren Zeitraum aufgenommen werden, auf. Und auch in diesem Fall gibt es zahlreiche Vitalstoffe, die gänzlich frei von Nebenwirkungen sind. Die Anwendung der Vitalstoffmedizin ist unter bestimmten Voraussetzungen sogar in den eigenen vier Wänden, durch Selbstmedikation, möglich. Voraussetzung ist hier natürlich ein vorhandenes Basiswissen.

 

Hilft die Vitalstoffmedizin wirklich?

Rund um die Vitalstoffmedizin ranken sich verschiedene Mythen. Es gibt verschiedene Studien, die den Nutzen der Vitalstoffe belegen. Gleichzeitig gibt es aber auch zahlreiche Kritiker, die die Wirkung der orthomolekularen Medizin infrage stellen. Die TU Darmstadt führte in Kooperation mit Vitos Riedstadt eine interessante Studie durch. Fragestellung: “Können Vitalstoffe Depressionen lindern?” Das Ergebnis ist erstaunlich. Während der Studie erhielten depressive Patienten eine Kombination aus verschiedenen Vitalstoffen. Beispielsweise Vitamin B1, B2, B3, B5, B6, Omega-3-Fettsäuren, Jod, Cholin und weitere. Parallel dazu erhielten sie weiterhin wie gewohnt Psychotherapie und Antidepressiva. Die Vitalstoffkombination sollte also unterstützend wirken. Mit Erfolg wie sich herausstellte, denn es kam zu einer signifikanten Reduktion der Depressions-Symptome. Darüber hinaus konnte bereits nachgewiesen werden, dass einige Vitalstoffe Demenz hinauszögern können. Ebenso können Herzkrankheiten vorgebeugt werden. Es kann also durchaus davon ausgegangen werden, dass die Vitalstoffmedizin einen nachweisbaren und belegbaren Nutzen für den Menschen hat. Dennoch betrachten die Schulmedizin und teilweise auch die Naturheilkunde das Thema skeptisch.

 

Kritik an der orthomolekularen Medizin

Grundsätzlich beschäftigt sich die Vitalstoffmedizin nicht nur mit der Verabreichung von Vitalstoffen entsprechend der Bedarfsempfehlungen. In der Regel werden die Nährstoffe in deutlich höheren Dosen eingesetzt. Die Medizin und Wissenschaft betrachtet diesen Umstand als unverantwortlich, da Überdosierungen über einen längeren Zeitraum unterschiedliche Nebenwirkungen und Schädigungen verursachen können. Ein weiterer Kritikpunkt: Jeder kann nach Belieben eine Selbstmedikation durchführen, da Vitalstoffpräparate freiverkäuflich sind. Diese Kritikpunkte lassen sich natürlich umgehen, indem auf den professionellen und kontrollieren Einsatz von Vitalstoffen gesetzt wird.


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Ein Kommentar

Bei meiner ersten Depression, als ich gar nicht wußte was eigentlich mit mir los war, war ein bekanntes Vitalstoffpräparat meine Rettung für meine körperlichen Symptome. (Ich weiß nicht ob ich den Produktnamen hier schreiben darf). Das hat mir gerade am Anfang sehr gut geholfen um die Akutphase zu überstehen. Mehr Infos gibt es auf meiner Webseite http://www.adieu-depression.de