veröffentlicht am 23. Juli 2013 in Tagesklinik-meine ersten zwanzig Tage von

Es war ein eher ruhiger Tag in der Tagesklinik. Wir hatten um 9 Uhr eine kurze Besprechung, hier wurden die Aufgaben für die nächste Woche verteilt. Ich und zwei weitere Patienten haben Küchendienst. Zudem wurde in der Gruppe besprochen, was wir nächsten Freitag zu essen machen. Freitags ist das immer so, dass eine Gruppe kocht und die andere Gruppe am Nachmittag den Kunstraum aufräumt.

Diese Woche war meine Gruppe mit Kochen dran. Es gab Nudelauflauf. Wir haben am Vormittag mit den Vorbereitungen angefangen. Eine Person aus der Gruppe geht immer Einkaufen, die anderen decken den Tisch und bereiten in der Küche alles vor. Zwischendurch hatte ich mein Visitegespräch, es war relativ kurz und die Atmosphäre war angenehm. Ich habe erzählt wie ich mich eingelebt habe und was ich in der ersten Woche für Eindrücke gesammelt habe. Mehr war es nicht. Bei der Visite waren alle Ärzte und Therapeuten anwesend, trotzdem habe ich mich in dieser größeren Runde nicht unwohl gefühlt.

Von 11 Uhr an haben wir gekocht. Am Anfang war ich etwas skeptisch ob es denn wirklich schmeckt, doch ich denke wir haben es gut hinbekommen. Nach dem Mittagessen wurde ab- und aufgeräumt, danach hatten wir PMR (progressive Muskelentspannung). Hier habe ich eine völlig neue Form der PMR kennengelernt. Ich kannte PMR bisher nur mit Musik im Hintergrund, aber diesmal wurde nur gesprochen. Persönlich empfinde ich es mit Hintergrundmusik entspannter, trotzdem konnte ich auch bei dieser Variante abschalten und ein wenig entspannen. Nach der PMR konnten wir noch eine Weile im Ruheraum liegen und weiter entspannen. Um halb vier war meine erste Woche dann rum und es ging in das Wochenende.


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Ein Kommentar

Hi Dennis,

das hört sich alles sehr toll an.
Ich glaube du hast mit der Tagesklinik genau das Richtige für dich gefunden.
Therapie muß in erster Linie Spaß machen und gut tun.
Wenn man da nicht gerne hingeht, kann man auch nicht davon profitieren.

Ich war vor Jahren für 3 Monate in einer Therapie weit weg von Zuhause und es hat mir so wie dir sehr gut getan und auch sehr viel für mein Leben an Erfahrungen gebracht.

Ich wünsche dir noch viele gute Tage in der Klinik mit vielen neuen Erfahrungen.

Grüßle von Sandra