veröffentlicht am 18. März 2015 in Stressbewältigung/ Stressmanagement von

Stressbewältigung am Arbeitsplatz

Stressbewältigung am Arbeitsplatz bekommt eine immer größere Bedeutung – Stellt euch eine Fabrik vor, in der die Produktion jährlich um fünf Prozent erhöht wird, während jedes Jahr fünf Prozent des Personals entlassen werden. Es braucht keine hohen mathematischen Begabungen, um zu errechnen, dass das Personal innerhalb weniger Jahre zusammenbrechen wird. Auf dem Weg dorthin wird es sukzessive alle bekannten Stresssymptome entwickeln. Manche Mitarbeiter werden den wachsenden Druck sportlich nehmen, andere, deren Stressempfinden sensibler ist, werden unter ihm krank und fallen zusätzlich aus. Und irgendwann ist für alle Schluss mit lustig. In der modernen Arbeitswelt stehen die Zeichen auf Stressanstieg. Jetzt gibt es drei Möglichkeiten: Ihr könnt so weiter machen und werdet krank; ihr nehmt den Notausgang in die Frührente; oder ihr lernt etwas über Stressbewältigung und Stressmanagement am Arbeitsplatz.

Stressbewältigung: Symptome ernst nehmen

Wer sich vor Krankheit schützen will, muss sich für ihre Symptome sensibilisieren. Stress ist so unvermeidbar wie Grippeviren. Gegen Grippe könnt ihr euer Immunsystem stärken. Gegen Stress hilft nur Prävention. Fühlt ihr euch leer im Kopf, quälen euch Angst und Depressionen? Leidet ihr unter Schlaflosigkeit, Kopf- oder Rückenschmerzen? Wer jetzt die Fäuste ballt, Medikamente einwirft und weiter macht, fährt sich fest. Erste Regel im Umgang mit den Warnzeichen: sie ernst nehmen. Zugeben, dass es einen erwischt hat. Das ist ein großer Schritt. Wenn der getan ist, kann das Stressmanagement beginnen. Einfache Regeln und gut umsetzbare Übungen zur Stressbewältigung am Arbeitsplatz.

Einfache Verhaltensregeln am Arbeitsplatz

Nein, ihr müsst keine Yogamatte mit an den Arbeitsplatz bringen. Zuerst müsst ihr für die Stressbewältigung einfache Verhaltensregeln lernen. Das moderne Berufsleben neigt zum Multi-Tasking. Bleibt bei einer Sache, so viel ihr könnt. Gutes Stressmanagement ist gute Zeit- und Aufgabenplanung. Verschafft euch einen Überblick über den Tag und setzt Prioritäten. Nehmt Hilfe an und delegiert, was zu delegieren ist. Bringt euren Kollegen Wertschätzung entgegen, lasst euch in keinen Bürokleinkrieg hineinziehen. Macht Pausen und verbringt eure Mittagszeit außerhalb des Büros – am besten an der frischen Luft auf einem Spaziergang. Schaltet in den Pausen und nach der Arbeit das Handy ab. Und denkt darüber nach, ob euer Feierabend noch die Kapazitäten für einen Spanisch-Fortgeschrittenenkursus hergibt.

Atem und Bewegung

Termine drängen, Akten stapeln sich: Viele Menschen arbeiten buchstäblich atemlos. Mit kleinen Übungen zur Stressbewältigung füllt ihr mühelos eure Tanks auf. Bewusstes Atmen ist nicht nur für Yogis der Dreh- und Angelpunkt mentaler und physischer Gesundheit. Versucht es mit der Nasenatmung: zwei Minuten durch das eine Nasenloch ein- und das andere ausatmen. Dann umgekehrt. Diese Übung lässt sich dezent am Arbeitsplatz umsetzen und ist wie ein Sauerstoffbad. Intensive Bildschirmarbeit führt zu Verspannungen insbesondere im Augen- und Stirnbereich. Eine kleine Gesichtsmassage mit kreisenden Bewegungen bewirkt Entspannungswunder. Ebenfalls entspannend wirkt das Trinken von Wasser. Eine Minute lang kleine Schlucke zu sich nehmen: das beruhigt die Rumpfmuskulatur und hilft gegen Kurzatmigkeit. Daneben gibt es viele andere Übungen fürs Stressmanagement, vor allem in Form von Selbstmassagen wie zum Beispiel der Klopfmassage im Rückenbereich. Allen Sitzarbeitern (und das sind 90 Prozent) seien zwei Dinge ans Herz gelegt: bewegt auch, so viele ihr könnt; und achtet auf euren Atem!


Kommentar schreiben


4 Kommentare

Hallo Dennis! Toller Beitrag! Ich finde deine Homepage klasse. Sie hat mir schon viel weiter geholfen! Danke! Ich nehme bald an einem VHS Kurs „Gelassen im Alltag“ teil. Bin schon gespannt. Hatte zum zweiten mal im Leben eine schwere depressive Phase. Habe mich wieder zurück ins Leben gekämpft und achte nun sehr auf mich. Alles Gute auch für dich! Weiter so! Lieben Gruß, V

So etwas zu hören freut mich immer wieder sehr! Denn dies ist es, wofür die Seite ursprünglich erstellt wurde.

Ich bin im Moment auch sehr zufrieden. Leider habe ich zur Zeit ziemlich viel Stress, doch das geht auch wieder vorbei.

Ich wünsche dir ein schönen Sonntag und einen guten Und stressfreien Start in die neue Woche.

LG
Dennis

Habe einen Kollegen im Büro, der mir auch etwas Sorgen macht. Die tägliche Arbeitszeit endet eigentlich um 17:00 Uhr, aber er sitzt jeden Abend bis gut 19:30 Uhr oder länger im Büro. Das zieht sich jetzt schon über einen langen Zeitraum und langsam mache ich mir Sorgen. Auch Kollegen beschweren sich, dass seine Laune immer schlechter wird und kaum noch auszuhalten ist.

Ich denke er ist auf jeden Fall sehr gefährdet früher oder später ein Burnout zu bekommen. Werde ihm auf jeden Fall in einem Gespräch unter 4 Augen die hier aufgeführten Tipps weitergeben und auch diese Seite empfehlen!

Erstmal vielen Dank für die vielen tollen Beiträge hier! Weiter so!!!

Hallo,

viele verstehen erst, wenn es zu spät ist. Leider befinden sie sich dann schon voll im Teufelskreis. Es ist immer einfacher Vorsorge zu treffen, als ein Burnout oder eine Depression zu bewältigen.

LG
Dennis