veröffentlicht am 8. Juni 2015 in Aktuelles/Neues von

Schlafstörung – wenn das Durchschlafen nicht gelingt

Jeder Mensch hat Nächte, in denen der Schlaf einfach nicht kommen will. Für viele Menschen ist Schlaflosigkeit allerdings ein dauerhaftes Problem. In Deutschland leidet rund ein Drittel der Bevölkerung unter Ein- oder Durchschlafproblemen – ein Großteil von Ihnen in der Gruppe der 35- bis 55-Jährigen, die beruflich und privat gleichermaßen stark gefordert werden.

Psychische Probleme wie Depressionen, Ängste oder Stresssituationen zählen zu den häufigsten Auslösern von Schlafstörungen. Auch ungesunde Lebensgewohnheiten, Erkrankungen oder eine schlechte Raumumgebung können den Schlaf beeinträchtigen. Während manche Ursachen sich mit kleinen Änderungen im Alltag leicht beseitigen lassen, erfordern andere wie etwa Depressionen eine gezielte medizinische Behandlung.

 

Ängste und Depressionen als Ursache für die Schlafstörung

Psychische Probleme wie Ängste oder Depressionen werden fast immer von Schlafproblemen begleitet. Gerade depressive Menschen leiden unter unruhigen Nächten und einem frühen Erwachen, wodurch sich die Symptome häufig noch verschlimmern. Die enge Verbindung zwischen Psyche und Schlaf zeigt sich auch bei Stresszuständen, Alltagssorgen oder Suchtproblemen.

Bei Depressionen fällt es nicht immer leicht, den Auslöser für die Schlafprobleme zu erkennen. Eine medikamentöse Behandlung ist hier allerdings häufig unabdingbar, da sich der Zustand des Betroffenen durch den fehlenden Schlaf noch verstärkt. Bei Depressionen bringen Antidepressiva meist schnell Linderung, da einige von ihnen auch als Schlafmittel wirken können. Aber auch pflanzliche Mittel wie Baldrian, Indisches Basilikum oder CBD-Öl, haben sich bei vielen Patienten bewährt.

 

Stress, Reisen, Alkohol: Schlafkiller der modernen Welt

Stress, Jetlag, Schichtarbeit: Der moderne Arbeitsalltag birgt viele Gefahren für einen gesunden Schlaf. Dazu zählen auch weitverbreitete Lebensgewohnheiten wie Alkohol- und Koffeinkonsum, spätes und schweres Essen, Rauchen oder Bewegungsmangel. In diesen Fällen ist es meist nicht schwer, die Ursache für eine Schlafstörung zu erkennen. Der berufliche und private Alltag hindert allerdings viele Betroffene daran, ihre Gewohnheiten umzustellen.

Hinzu kommt, dass jeder Mensch unterschiedlich stark auf bestimmte Reize reagiert. Während bei Einigen schon ein Kaffee am Nachmittag genügt, um die Nachtruhe zunichtezumachen, haben Andere selbst mit einem späten und umfangreichen Abendessen keine Probleme. Wer unter einer Schlafstörung leidet, sollte in den Nachmittags- und Abendstunden gezielt auf mögliche Schlafkiller verzichten. Auch körperliche Bewegung im Tagesverlauf beugt Schlafproblemen vor – allerdings nicht kurz vor dem Zubettgehen, da hierbei der Kreislauf erst richtig in Schwung gebracht wird.

 

Die richtige Umgebung beugt einer Schlafstörung vor

Nicht selten stört das Schlafzimmer selbst den gesunden Schlaf. Eine ungeeignete Matratze, zu viel Licht, zu warme oder zu trockene Luft – viele Faktoren beeinflussen die Schlafqualität und entscheiden darüber, ob wir morgens erholt aufwachen. Probleme haben häufig auch Menschen, die ihr Schlafzimmer zugleich als Arbeitszimmer nutzen. Hier ist es schwer, zur Schlafenszeit den nötigen Abstand zu den beruflichen Problemen zu gewinnen.

Eine weitere Ursache für Schlafstörungen ist Schnarchen – entweder das eigene Schnarchen oder die Geräusche des Partners. Während gegen fremde Schnarchgeräusche meist nur Ohrstöpsel helfen, ist es für Schnarcher selbst aus gesundheitlichen Gründen wichtig, Abhilfe zu schaffen. Nächtliches Schnarchen kann mit gefährlichen Atemaussetzern einhergehen und zudem die Schlafqualität unbemerkt beeinträchtigen.

 

Was tun gegen Schlaflosigkeit?

Wie sich eine Schlafstörung beseitigen lässt, hängt wesentlich von der Ursache ab. Einige Tipps helfen jedoch den meisten Menschen, endlich wieder ruhig durchzuschlafen. Vor allem sollte in den Abendstunden auf Alkohol, Nikotin, Koffein und schweres Essen verzichtet werden. Nach möglichst viel Bewegung am Tag kann vor dem Schlafengehen ein einfaches Entspannungsritual wie Lesen, Entspannungsübungen oder Musikhören beim Einschlafen helfen. Das Schlafzimmer sollte kühl, lärmgeschützt, abgedunkelt und frei von elektronischen Geräten sein. Gerade Fernsehen im Bett kann eine Schlafstörung in vielen Fällen noch begünstigen.


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