Was sind Panikattacken?

Der Ursprung aller Panikattacken liegt in der Angst. Dabei ist es völlig normal Angst zu empfinden, Angst schützt uns. Doch ist das Angstempfinden gestört, kann es zu Panikattacken kommen. Panikattacken können in jedem Alter und ganz plötzlich auftreten sie können von wenigen Minuten bis zu einer halben Stunde andauern. Für Betroffene von Panikattacken wird die Angst zur Qual und führt durch die starke psychische und körperliche Belastung zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität. Panikattacken sind schrecklich und wer diese einmal erlebt hat, lebt ständig mit der Angst vor einer erneuten Panikattacke. Zudem wirken sich Panikattacken destabilisierend auf das gesamte Leben der Betroffenen aus und können noch lange Zeit Nachwirkungen bei dem Verhalten der Betroffenen haben. Es ist oft zu beobachten, dass von einer Panikattacke betroffene Menschen sich aus dem alltäglichen Leben zurückziehen, so versuchen sie bestimmte Situationen zu vermeiden, in denen erneut Panikattacken ausbrechen können. Zusätzlich ist zu beobachten, dass Menschen die unter Panikattacken leiden, sich so sehr auf die Vermeidung von bestimmten Angstsituationen konzentrieren, dass sie ihre Umwelt nicht mehr richtig wahrnehmen. Die Vermeidungstaktik kann zu einem regelrechten Planungszwang führen, bei dem die Betroffenen jeden Schritt den sie vornehmen genau durch planen um eventuellen Auslösern von Panikattacken aus dem Weg zu gehen.

Wodurch können Panikattacken ausgelöst werden?

Panikattacken können jederzeit ausbrechen. Folgende Auslöser können dafür verantwortlich sein.

  • Bestimmte Situationen die Betroffene an frühere schlechte Erfahrungen erinnern. Aber auch Zeitdruck kann als Auslöser für Panikattacken in Frage kommen.
  • Gefühle, hier kann noch in körperliche und emotionale Gefühle unterschieden werden. Ein körperliches Gefühl wäre beispielsweise ein Schweißausbruch oder ein erhöhter Puls- und Herzschlag. Emotionale Gefühle sind auf frühere Erfahrungen und Erlebnisse zurückzuführen.
  • Gedanken können auch ein Auslöser für Panikattacken sein. Oft haben betroffenen Menschen Panik vor Ereignissen, die noch auf sie zukommen. Dies können beispielsweise die eigene Hochzeitsfeier, ein Streit mit einem Freund oder dem Partner, aber auch eine Rede vor Publikum sein. Hier kreisen die Gedanken immer wieder um dieses Thema und zeichnen eine negative Zukunft.
  • Phobien sind eine weitere Ursache die Panikattacken auslösen können. Phobien können unterschiedlicher Art sein. Die Betroffenen können beispielsweise eine Phobie vor Spinnen haben, vor einem Arztbesuch oder vor geschlossenen oder engen Räumen.
  • Angst vor erneuten Panikattacken ist für viele Betroffene auch ein Auslöser von Panikattacken.

Es kann aber auch ein bestimmter Ort, an dem sich die Betroffenen befinden, als Auslöser für Panikattacken verantwortlich sein. Oft sprechen Betroffene davon, dass Orte an denen sich viele Menschen befinden, unangenehme Angstgefühle oder Panikattacken bei ihnen auslösen.

Wie kann ich lernen mit Panikattacken umzugehen?

Menschen die unter Panikattacken leiden, können durchaus etwas dagegen unternehmen. Doch es kann einige Zeit dauern bis sich ein Erfolg einstellt. Es muss Schritt für Schritt vorgegangen werden, eine Veränderung passiert nicht über Nacht. Ganz wichtig ist, sich von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen und immer wieder nach vorne zu schauen. Im Folgenden liste ich einige Methoden auf, die helfen können mit Panikattacken und Angst umzugehen.

  • Ängsten entgegentreten. Betroffene sollten nicht versuchen vor den Ängsten davon zu laufen, sondern sondern versuchen sich ihren Ängsten zu stellen. Auch wenn dies am Anfang sehr schwireig erscheint, sollte diese Methode nicht von vornherein abgelehnt werden.
  • Versuchen das Grübeln oder den Zwang zum Nachdenken abzustellen. Dieser Ansatz erfordert viel Disziplin, doch es funktioniert. Sobald man merkt, dass man anfängt zu grübeln, sollte man mit Gegenmaßnamen beginnen. Die Wenigsten schaffen es durch Ablenkung. Ein besserer Ansatz ist es, zu erlernen, nicht ständig alles zu hinterfragen und bis in das kleinste Detail zu durchdenken. Betroffene müssen lernen die Dinge auf sich zukommen zu lassen und nicht schon vorher darüber zu grübeln. Eine andere Methode ist es, sich zu überlegen, was im schlimmsten Fall passiern kann. Dies kann vereinzelt den Schrecken der Betroffenen mindern. Dabei sollte aber auch darauf geachtet werden, dass man nicht wieder neuen Grübelattacken oder Panikattacken verfallt.