veröffentlicht am 12. Februar 2015 in Entspannungsübungen/ Stabilisierungsübungen von

Meditation zur Entspannung bei einer Depression

Wer unter einer Depression leidet, kennt das Gefühl grundloser Ängste, Antriebslosigkeit und Leere. Negative Gedanken beherrschen das Denken und machen den Alltag kaum erträglich. Viele Betroffenen werden medikamentös behandelt, aber Tabletten allein können keine Stütze aus diesem tiefem Loch geben. Verschiedene Studien haben jetzt aber die positive Wirkung von Meditation auf den Gemütszustand depressiver Patienten bewiesen.

 

Achtsamkeitsmeditation

Meditation gibt es vielen unterschiedlichen Formen. Besonders für depressive Menschen empfiehlt sich die Technik der Achtsamkeitsmeditation. Der Meditierende konzentriert sich dabei intensiv auf seine Sinneseindrücke, beispielsweise den eigenen Atem. So wird die Wahrnehmung der Sinneseindrücke gestärkt; im alltäglichen Leben werden viele Eindrücke überlagert und nicht richtig wahrgenommen. Dadurch wird auch die Verarbeitung von Gefühlen beeinträchtigt. Ängste und Sorgen sammeln sich im Unterbewusstsein, bis sie so allumfassend geworden sind, dass sie das Bewusstsein beherrschen und nicht mehr bewältigt werden können. Meditation kann helfen, die eigene Gedankenwelt besser zu erkennen und Denkmuster zu durchbrechen. Oft können Meditierende Probleme und Ängste leichter erkennen und verzagen nicht gleich beim ersten Anschein eines neuen Problems. Zudem lernen sie immer schnell und tiefer zu entspannen. Damit wird das Risiko eines Rückfalls in die Depression vermindert und die Chance erhöht, sich den eigenen Gefühlen und Ängsten besser stellen zu können.

 

Meditation kann bei einer Depression unterstützend helfen

Warum genau Meditation bei einer Depression hilft, ist noch nicht vollständig erforscht. Klar ist auch, dass Meditation eine Behandlung gegen die Depression nicht ersetzen kann, dazu ist eine Depression eine zu ernste Erkrankung, die nicht behandelt zu schlimmen Ergebnissen führen kann. Zu meditieren ist jedoch eine gute Möglichkeit, eine Gesprächstherapie zu ergänzen und unterstützen. Dies kann auch in der Gruppe geschehen. Außerdem können durch das Meditieren Schmerzen gelindert werden, wie mehrere Studien belegen. Die Hintergründe der Auswirkungen von Meditation sind auch hier noch nicht vollständig erforscht.

Wenn ihr also unter einer Depression leidet und eure Heilung unterstützen wollt, kann euch das Meditieren dabei helfen, mit eurer eigenen Gefühlswelt besser umzugehen. Jedoch vergesst bitte nicht, dass euch eine Meditation bei der Behandlung eurer Depression immer nur ergänzend Hilfestellung geben kann, deshalb sollte auch immer eine vernünftige Psychotherapie durchgeführt werden.

Hast du bereits Erfahrungen mit Meditation gesammelt, eventuell sogar gegen eine Depression angewandt? Dann würde ich mich sehr freuen, wenn du uns deine Erfahrungen über die unternstehende Kommentarfunktion schilderst.


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Ein Kommentar

Ich nutze die MBSR-Praxis, um mit meinen Depressionen (Erschöpfungsdepression) zu arbeiten, dazu kommen Sport, gute Ernährung, und aktuell Escitalopram.
Ich mache mit der Achtsamkeitsmeditation, die ich seit einem Jahr täglich praktiziere, sehr gute Erfahrungen, da sie hilft, mit Gefühlen besser umzugehen und positive Gefühle zu stärken. So habe ich mehr Lebensfreude und es gelingt mir zunehmend mehr, aus dem “Hamsterrad” auszusteigen.
Gruß
Roman