veröffentlicht am 9. Mai 2013 in Erfahrungsberichte Depression von

Ähm hallo.
Ich bin etwas unsicher was ich schreiben soll, denn ehrlich gesagt fällt es mir oft schwer meine Gedanken so zu formulieren, dass andere Menschen sie nachvollziehen können. Was vielleicht auch damit zu tun hat das meine Gedanken viel zu schnell wandern oder ich mit einem Begriff etc. einfach zu viel verbinde. Aber genug davon ich wollte einfach mal was zu meinem Inneren schreiben.

Ja. Ich bin recht jung und keine wirklich schrecklichen Dinge erlebt. Und deswegen höre ich immer wieder, dass ich doch keinen Grund hätte unglücklich zu sein. Aber jeder Mensch, selbst wenn er alles hat kann unglücklich sein. Denn so individuell wie jeder Mensch ist, sind auch die Probleme. Jeder hat seine eigenen Probleme, die oft für andere Menschen nicht ersichtlich sind. Und ich denke das genau das das eigentliche Problem ist. Dass viele Menschen es einfach nicht schaffen sich in andere hineinzuversetzen und einmal für den Moment sich erst einmal auf das einzulassen was der andere ihnen zu sagen versucht. Obwohl man manchmal nicht so empfindet heißt es nicht das dieses Problem weniger schlimm ist, weil man sich damit nicht identifizieren kann. Jeder Mensch ist auf seine eigene Art und Weise unglücklich, oder eben glücklich. Ich stand am Anfang einer Depression. Doch ich habe es geschafft immer wieder auf zu stehen und immer wieder in den banalsten Dingen Hoffnung zu finden. Oft musste ich das weites gehend allein bewältigen. Es ist nicht einfach mit sich allein zu sein. Doch obwohl ich wohl immer ein Problem hab sage ich meistens nichts. Denn ich stoße auf so viel Unverständnis und all sowas. Dass ich teilweise richtig Angst habe mich zu öffnen. Weil ich ihrere Meinung nach nicht das Recht habe unglücklich zu sein. Viele Menschen haben mich schon zutiefst enttäuscht. Immer und immer wieder. Und das ist etwas was mich manchmal an den Menschen und an der Gesellschaft zweifeln lässt. Das Menschen zu anderen Menschen so grausam sein können, bzw. sie beleidigen. Und wenn das dann auch noch Menschen sind die einmal ein wichtiger Teil des Lebens waren schmerzt dies noch um einiges mehr. Da frage ich mich, ob es so schwer ist einfach mal zu versuchen wenigstens die anderen Menschen in Ruhe zu lassen wenn man sie nicht mag. Denn es ist ja okay. Man muss nicht jeden mögen doch es ist nicht immer notwenig so mit anderen umzugehen. Denn die werden dadurch meist viel mehr getroffen als man das in dem Moment denkt. Jedes böse Wort brennt sich in das Herz der anderen Person ein und irgendwann wird es dieser Person schwer fallen sich selbst zu lieben und das sollte nicht so sein. So wundervolle Menschen werden durch sowas kaputt gemacht. Und ich kann einfach nicht vertstehen wie man so sein kann. So geht es mir zum Beispiel. Sooft gibt es Menschen die so schreckliche Dinge zu mir sagen und so schrecklich mit mir umgehen, dass ich manchmal echt den Glauben an die Menschheit verliere! Kann ich so schrecklich sein? Das frage ich mich jedes Mal und geb mir immer die Schuld an allem, obwohl ich doch meistens gar nichts dafür kann. Es ist schon traurig was Menschen mit anderen anstellen können. Und die Menschen die sich vielleicht darüber Gedanken machen sollten tun es nicht. Sie sind sich so oft nicht im Klaren was sie damit eigentlich anrichten. Mh. Ich denke das reicht fürs erste. :/


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Ein Kommentar

Meistens meinen sie es nicht einmal ernst und man weiß auch dass es nicht ernst gemeint ist, aber trotzdem denkt man sich: “Meinen die das wirklich kein bisschen Ernst? In jedem (verletzenden) Wort steckt doch ein Fünkchen Wahrheit und es verletzt einen. “Normale” Menschen würden sich darüber nicht einmal eine Sekunde den Kopf zerbrechen und denken dadurch auch nicht darüber nach wie verletzend ihre Worte in Wahrheit sind. Man müsste nur lernen nicht in allem was passiert und jeden den man trifft einen tieferen Sinn zu sehen, doch dass ist nicht wirklich einfach.

Grüße und viel Kraft