veröffentlicht am 20. Februar 2015 in Depression und Angststörung von

Depression bewältigen – die Lebensfreude wiederfinden

Die lästige und erdrückende Depression bewältigen und die Lebensfreude wiederfinden, wer wünscht sich das nicht? Raus aus den negativen Gefühlen und Gedanken, hinein in ein buntes Leben. Das wäre doch etwas. Ja, dies wünscht sich wohl jeder der an einer Depression erkrankt ist. Einfach so sein wie früher, Selbstvertrauen besitzen und Lebensfreude besitzen. Ohne diese lästigen Symptome, körperlichen Beschwerden und dieses Gefühl, dass man es nicht wert ist.

Alles Negative hinter sich lassen und diese Depression bewältigen.

Die große Frage lautet nur, wie schaffen wir das und ist das überhaupt möglich? Ich denke es ist schon möglich eine Depression zu bewältigen und die alte Lebensfreude wiederzufinden, zumindest in den meisten Fällen. Nur wie stellen wir das an? Hilft uns eine Psychotherapie? Sollen wir uns unter Menschen mischen? Können uns Achtsamkeitsübungen und Affirmationen beim Bewältigen unserer Krise helfen? Was tut mir gut und was schadet mir? Finde ich in Büchern, Ebooks oder Selbsthilfegruppen einen Tipp, wie es andere geschafft haben? Was kann ich tun, wenn die Rückschläge kommen und habe ich die Kraft das durchzustehen? All diese Fragen werden uns depressive Menschen beschäftigen, wenn wir darüber nachdenken, wie wir unsere Depression bewältigen können.

Das blöde ist, viele dieser Fragen lassen sich nicht im Vorfeld beantworten. Zudem kann man nicht pauschal sagen, was für den jeweiligen Menschen gut ist und was ihm weiterhelfen könnte. Es ist so, dass wir auf dem Weg zurück ins Leben, zu mehr Lebensfreude und einem weitgehend beschwerdefreien Leben ausprobieren und testen müssen. Immer wieder stellen sich Fragen, was ist gut für mich? Was zieht mich runter? Wie geht es weiter? Reicht meine Kraft aus? Oft kommt es einem vor, als wenn man sich in einem Teufelskreis befindet, als wenn man einen Weg geht und am Ende feststellt, dass man wieder am selben Punkt wie vorher angelangt ist.

Tipps um die Depression zu bewältigen

Wie bereist erwähnt, muss man um einen Ausweg aus der Krankheit zu finden Verschiedenes ausprobieren. Ich weiß selbst, dass es nicht leicht ist, sich in Phasen der Antriebslosigkeit zu motivieren. Dennoch möchte ich auf ein parr wichtige Punkte eingehen, die einem auf diesem Weg helfen können.

Lichttherapie
Die Lichttherapie mit Hilfe einer Tageslichtlampe ist gut erforscht und hilft tatsächlich bei leichten depressiven Verstimmungen und Winterdepressionen. Zudem kann man durch die regelmäßige Nutzung einer Tageslichtlampe Depressionen vorbeugen. Denn die Lichtstärke von 10000 Lux beeinflusst unser Wohlbefinden, unseren Energiehaushalt und unser Glückshormon positiv. Dazu ist diese Form der Therapie preiswert und einfach durchzuführen.

Ernährung – Auch wenn viele im ersten Moment denken, warum soll ich bei einer Depression auf meine Ernährung achten, spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Denn durch gesunde Lebensmittel können wir unser Immunsystem stärken, zudem belastet eine gesunde Ernährung unseren Körper nicht so stark. Es gibt auch Nährungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel, die einen lindernden Effekt bei Depressionen versprechen. Wer dazu mehr wissen möchte findet in der Rubrik Ernährung weitere Informationen über Leinöl, Tyrosin und Troptophan.

Sport – Sport treiben ist enorm wichtig für depressive Menschen. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass sportliche Aktivitäten eine stimmungsaufhellende Wirkung bei depressiven Patienten haben. Dies liegt auch daran, dass Bewegung für einen erhöhten Ausstoß des Botenstoffes Noradrenalin sorgt. Es findet aber nicht nur eine vermehrte Ausschüttung von Noradrenalin statt, sondern es kommt auch zu einer Erhöhung der Serotoninwerte. Serotonin ist ein Neurotransmitter und wird häufig als Glückshormon bezeichnet.

Therapie – Eine Psychotherapie ist zumindest bei der Behandlung von schweren depressiven Phasen unabdingbar. Für Betroffene stehen verschiedene Therapieverfahren zur Auswahl. Einige sind zum Beispiel die Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie oder eine EMDR Therapie.

Medikamente – Medikamente in form von Antidepressiva sollte man als Behandlungsmöglichkeit bei einer Depression nicht verteufeln. Gerade in starken depressiven Phasen können sie für den Betroffenen eine wichtige Stütze sein, bei der Bewältigung der Depression. Die häufigsten Arten von Antidepressiva sind Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), trizyklische und nicht-trizyklische Antidepressiva und Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer). Auf pflanzlicher Basis gibt es noch Johanniskraut.

Achtsamkeits- und Entspannungsübungen – gerade bei leichten und mittelschweren Depressionen können diese Übungen dabei helfen sich zu entspannen und die positiven Geschehnisse um einen herum wieder wahrzunehmen. In der Rubrik Entspannungs- und Stabilisierungsübungen findet ihr viele Informationen über Progressive Muskelentspannung, Achtsamkeitsübungen und weiteren Möglichkeiten der Stressbewältigung. Ich habe selbst gespürt, wie wichtig diese Übungen für mich waren, um meine Depression zu bewältigen und wieder zu merh Lebensfreude zu finden.

Zeit und Regelmäßigkeit sind wichtige Säulen

Jeder sollte sich von dem Gedanken verabschieden, dass eine Heilung oder eine Linderung der Beschwerden über Nacht eintrift. Es braucht Zeit. Schließlich kommt eine Depression auch nicht über Nacht. Trotzdem sollte man sich nicht entmutigen lassen und immer am Ball bleiben, auch wenn die Rückschläge hart sind. Schließlich lernen wir uns auf jeder Runde durch diesen Teufelskreis etwas besser kennen. Dies hat den Vorteil, dass wir die oben genannten Fragen immer besser beantworten können, unser Leben darauf einstellen und somit vielleicht immer ein Stückchen mehr Lebensfreude wiederfinden können.

Wir sollten uns immer vor Augen halten, dass es möglich ist eine Depression zu bewältigen. Wenn nötig sollten wir dabei ruhig Hilfe in Anspruch nehmen, denn da ist überhaupt nichts Schlimmes dran. Schließlich haben wir nur einen Wunsch, gesund zu werden!


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4 Kommentare

Ich leide seit vielen Jahren unter Depressionen, komme ich gar nicht mehr heraus
ich habe auch symptome wie ständig ans schlucken denken zu müssen oder ans atmen das macht mich jeden tag fertig,bin ständig in psychotherapie welcher weg kann mir helfen?

Hallo Carmen,

so pauschal kann man dies nicht sagen. Ich denke es ist wichtig, dass du bei der Therapie am Ball bleibst. Weiter glaube ich, dass es wichtig ist verschiedene Wege/Möglichkeiten auszuprobieren um aus der Krankheit heraus zu kommen. Jeder von uns tickt anders und deshalb gibt es nicht diesen einen Weg aus der Krankheit.

Ich wünsche dir viel Karft und alles Gute!

LG
Dennis

Ich darf gerade lernen, für mich positive Aktivitäten zu finden und anzuwenden. Diese soll ich bewusst in meinen Alltag einplanen. Für mich eine wirklich schwere Aufgabe.

Liebe Grüße
Viola

Hi,

es ist schon komisch, dass man all das neu erlernen muss. Man verliert einfach das Auge und somit auch das Gefühl für Positives. Wünsche dir auf jeden Fall viel erfolg!

LG
Dennis