Depression- was ist das?

Die Depression ist eine ernsthafte psychische Erkrankungen, die immer häufiger auftritt. Laut statistischen Angaben erkrankt jeder vierte bis fünfte Erwachsene im Laufe seines Lebens an einer Depression. Außerdem kommt diese Krankheit häufig schon bei Kindern und Jugendlichen vor. Trotz dieser Tatsache sind die Depressionen immer noch mit einem Stigma behaftet. Ärzten, Therapeuten und Organisationen, die sich mit dieser Erkrankung beschäftigen, gelingt es nur sehr langsam, die depressiven Menschen von dem Stigma zu befreien und die Gesellschaft über die Ursachen, die Symptome und die Therapiemöglichkeiten aufzuklären.

Depression – Klassifikation

Der Beginn einer Depression verläuft oft schleichend. Obwohl es eindeutige Anzeichen gibt, die auf eine Depression hinweisen, wird die Krankheit in vielen Fällen nicht oder zu spät erkannt. Dadurch geht wertvolle Zeit verloren. Je früher eine geeignete Behandlung einsetzt, umso besser ist es. Entsprechend der Klassifikation psychischer und anderer Erkrankungen (ICO 10) wird die Depression als affektive Störung oder als depressive Epose bezeichnet. Sie kann in leichter, mittelschwerer und schwerer Form vorliegen.

Anzeichen einer Depression

Das wichtigste Anzeichen für eine Erkrankkung ist die allgemeine Niedergeschlagenheit. Depressive MensDepression und depressive Menschenchen grübeln oft und werden von Schuld- und Minderwertigkeitsgefühlen sowie von Selbstzweifeln geplagt.
Außerdem können innere Unruhe, Angst, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Gewichtszunahme, Entscheidungsschwierigkeiten und Gefühle völliger Sinnlosigkeit auftreten. Diese Gefühle können bis zu einem Suizid oder einem Suizidversuch führen. Die beiden letztgenannten Faktoren treten vor allem bei schweren Depressionen auf.

Ursachen einer Depression

Eine Depression kann verschiedene Ursachen haben. Genetische oder körperliche Faktoren können ebenso eine Rolle spielen wie belastende Lebensumstände, Stress oder andere Auslöser. Aus diesem Grunde ist es oftmals nicht leicht, eindeutig festzustellen, was letztendlich die Ursache für diese Krankheit war. Viele Experten gehen davon aus, dass es nicht nur eine, sondern mehrere Ursachen gibt, die in einem ungünstigen Moment zusammen treffen und die Krankheit somit auslösen können.
Eine besondere Form ist die Herbst- und Winterdepression, die auch saisonale Depression genannt wird. Sie ist auf den Lichtmangel in der dunklen Jahreszeit zurückzuführen und kann gut mit einer Lichttherapie behandelt werden.

Behandlung von Depressionen

Nachdem die Diagnose gestellt wurde, ist es sehr wichtig, so schnell wie möglich mit der Behandlung und mit einer geeigneten Therapie zu beginnen. Die wichtigste Grundlage ist eine Psychotherapie, die durch pfalnzliche Medikamente und Antidepressiva ergänzt werden kann. Schwere Formen einer Depression erfordern in der Regel eine stationäre Behandlung. Bei leichteren und mittelschweren Formen ist eine ambulante Therapie in vielen Fällen ausreichend. Diese Aussagen können aber nicht verallgemeinert werden. Die Entscheidung über geeignete Therapiemaßnahmen obliegt in jedem Falle dem behandelnden Arzt. Sport und kreativ-künstlerische Tätigkeiten können unterstützend eingesetzt werden, da sie sich positiv auf den Gemütszustand des Patienten auswirken.

Stiftung Deutsche Depressionshilfe

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe bietet wirksame Hilfe bei allen Fragen rund um das Thema Depression an. Ihre Angebote richten sich sowohl an Experten als auch an Laien. Patienten, die selbst betroffen sind, können sich ebenso an die Stiftung Deutsche Depressionshilfe wenden wie ihre Angehörigen. Es gibt ein Info-Telefon, ein Online-Forum, umfangreiches Informationsmaterial und einen Newsletter. Außerdem können Betroffene und Angehörige an Therapeuten oder an Selbsthilfegruppen vermittelt werden.

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