veröffentlicht am 23. Mai 2017 in Depression und Angststörung, Infos für Angehörige von

 

Behandlungsmöglichkeiten bei Depressionen

Die Behandlung einer Depression ist ein sehr sensibles Thema. Zugleich wirft die Thematik viele zentrale Fragen auf, die trotzdem bis heute nicht hinreichend beantwortet sind. Um den aktuellen Stand der Forschung zu verstehen, ist es notwendig, sich den aktuellen Möglichkeiten der Behandlung möglichst ganzheitlich zu widmen, um so zu einem Fazit zu kommen.

Welche Intensität liegt vor?

Eine erste Differenzierung ist im Hinblick auf den Grad der Erkrankung notwendig. Eine leichte Depression lässt sich in vielen Fällen bereits mithilfe der klassischen Psychotherapie zügig und nachhaltig behandeln. Bei einer höheren Intensität braucht es dagegen oft andere Maßnahmen, wobei eine erfolgreiche Behandlung nicht unbedingt gewährleistet werden kann. Zu den Behandlungsmethoden bei Depression zählen zunächst die sogenannten Antidepressiva. Diese sind aber auch umstritten, was unter anderem der Vielzahl an Nebenwirkungen geschuldet ist, die sie beim Menschen erzeugen können. Hinzu kommt weiterhin der Streit über die tatsächliche Wirksamkeit der Mittel, die bis heute noch nicht endgültig geklärt ist.

Vielseitig einsetzbare Medikamente

Wie die Antidepressiva Liste zeigt, sind die Präparate nicht nur bei der Behandlung einer klassischen Depression im Einsatz. In vielen Fällen werden sie sogleich verschrieben, um Angst- und Zwangsstörungen zu beseitigen, die ebenfalls schon in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind. Auch an dieser Stelle zeigen sich allerdings Nebenwirkungen wie Schlafstörungen oder Verstopfung, welche von den Herstellern noch nicht beseitigt werden konnten. Mittel wie Mirtazapin oder Vortioxetin können dagegen mit einer guten Verträglichkeit punkten und zählen auch aus diesem Grund zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten dieser Sparte. Da allerdings jeder menschliche Organismus unterschiedlich auf die enthaltenen Wirkstoffe reagiert, ist es dennoch nicht möglich, pauschale Urteile dazu zu fällen. Am Ende muss es dem Arzt gelingen, die passende Dosierung zu finden, die möglichst genau an die individuellen Umstände angepasst ist.

Die Psychotherapie als Ergänzung

Die Psychotherapie setzt derweil vor allem auf das Durchbrechen der Denkmuster, wie sie für eine Depression typisch sind. Häufig lösen kleine Trigger aus dem Alltag ganze Kaskaden negativer Gedanken und Gefühle in Gang, die sich dann von den Erkrankten kaum mehr kontrollieren lassen. Entsprechend ist es notwendig, diese Auslöser völlig neu im Bewusstsein zu verankern, um sie in der Folge aus einer anderen Perspektive betrachten zu können. Es liegt auf der Hand, dass dieser Prozess nicht in jedem Fall zum Erfolg führt und nicht in jedem Fall zum Erfolg führt. Entsprechend ist eine gezielte Anpassung der Mittel dringend erforderlich.


Kommentar schreiben


Noch keine Kommentare