veröffentlicht am 1. Juni 2013 in Entspannungsübungen/ Stabilisierungsübungen von

Affirmationen gegen Depressionen

Affirmationen sind positive Gedanken. Viele Menschen, egal ob sie unter einer Depression leiden oder nicht, sind sehr pessimistisch eingestellt. Oft beherrschen negative Gedanken ihren Alltag. Diese negativen Gedanken haben sich im Gehirn stark manifestiert, da sie immer und immer wieder genannt werden. Das Gehirn wurde also zum negativ oder pessimistisch Denken erzogen. Genau hier kommen die positiven Affirmationen ins Spiel. Mit Hilfe positiver Affirmationen ist es uns möglich unser Gehirn umzuerziehen und unsere Denk- und Ansichtsweise somit zu verändern.

 

Affirationen können Lebensqualität bei Depressionen steigern

Durch stetige Arbeit mit Affirmationen lässt sich unsere Lebensqualität steigern, Affirmationen geben uns die Möglichkeit unser Leben positiv zu verändern und Dinge, die wir uns wünschen und vornehmen zu erreichen und einzuhalten. Sie helfen uns dabei, positiver zu denken, was gerade für Menschen die unter Depressionen leiden sehr wichtig ist. Affirmationen lassen sich auf unzählige Bereiche in unserem Leben anwenden, sei es Gesundheit, Erfolg, soziale Kontakte, Partnerschaft, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl oder Reichtum, auf all diese Bereiche können wir durch die positiven Affirmationen Einfluss nehmen.

 

Eigenschaften von Affirmationen

Es wird häufig davon gesprochen, dass Affirmationen kurz und präzise sein sollen. Ich denke, dass die Affirmationen, mit denen wir arbeiten, ruhig etwas länger sein können. Wichtig ist nur, dass die Affirmationen richtig geschrieben sind, das bedeutet, Affirmationen sollten stets in der Gegenwart formuliert werden.

Positiv- Beispiel: Ich bin gut und glaube an mich. Ich nehme mich an so wie ich bin.

Negativ- Beispiel: Ich möchte gut sein und werde an mich glauben. Ich möchte mich annehmen so wie ich bin.

 

Die Macht der Affirmationen

Affirmationen haben eine ungeheure Macht. Viele Menschen die unter Depressionen leiden und sich mit Affirmationen beschäftigen, erzählten, dass sie anfangs ein komisches, unangenehmes Gefühl beim Aussprechen ihrer Affirmationen hatten. Dies hat damit zu tun, dass die negativen Gedankenmuster bei Menschen die unter Depressionen leiden zu stark ausgeprägt sind, sodass uns die positiven Affirmationen als nicht wahr bzw. unglaubwürdig erscheinen. Doch wenn ihr die Affirmationen immer wieder aussprecht und uns in unseren Gedanken hervorrufen, werdet ihr merken, dass ihr eure Gedanken umprogrammiert und die Dinge, die ihr euch wünscht, anzieht.

 

Alles braucht seine Zeit, auch das Arbeiten mit Affirmationen

Menschen die unter Depressionen leiden haben über Jahre ihre Denk- und Ansichtsweisen verändert und haben sich dadurch pessimistische und negative Gedankengänge angeeignet. Dies können wir natürlich nicht über Nacht wieder rückgängig machen, es erfordert teilweise sehr viel Zeit und Willenskraft. Doch es ist möglich unsere Gedanken mit der Hilfe von positiven Affirmationen umzuprogrammieren und dadurch, trotz Depressionen, zu mehr Lebensqualität zu gelangen. Anfangs solltet ihr euch nicht zu hohe Ziele setzen, zudem solltet ihr euch von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lassen. Arbeitet zielstrebig und mit der nötigen Ausdauer an euch. So werdet ihr erkennen, welche Macht die positiven Affirmationen besitzen und wie positiv sie eure Gedanken und euer Leben verändern werden.

 

Affirmationen einen festen Bestandteil des Alltags werden lassen

Da nicht jeder Mensch gleich ist, kann auch nicht pauschal gesagt werden, welche Tageszeit am besten dafür ist. Ich persönlich halte es so, dass ich mich jeden Morgen nach dem Aufstehen und jeden Abend vor dem Zubettgehen mit Affirmationen beschäftige. Morgens wenn ich in die Spiegel schaue, auf die Waage gehe und ich zur Arbeit fahre. Am Abend vorm Schlafengehen tun die Affirmationen mir auch sehr gut, denn so kann ich etwas leichter, ruhiger und entspannter in den Schlaf finden. Außerdem habe ich dann auch immer die Hoffnung auf angenehmere Träume.

 

Positive Gedanken gehören aufgeschrieben und laut ausgesprochen

Die Überlegung, ob nun auf einem Zettel aufgeschrieben, einfach nur als Gedankengang oder doch laut ausgesprochen, lässt sich inzwischen nach meinen Erfahrungen ganz einfach beenden. Für mich gehören Affirmationen nicht nur in schriftlich fixiert, sondern auch laut ausgesprochen. Jeden Tag und egal worum es geht. Jahrelange trübe negative Gedanken haben unser Denken massiv zum ausschließlich Schlechtem erzogen. Dieses “umerziehen” bedeutet viel Arbeit, viel Selbstvertrauen und sehr viel Selbstkontrolle. Wir müssen unsere Affirmationen nicht nur lesen, wir müssen Sie laut aussprechen, um sie auch wirklich denken und manifestieren zu können. Wir sind STARK im POSITIVEN denken!!! Wir SIND positiv also DENKEN wir positiv!!!

 

Der Blick in den Spiegel

Seine Gedanken allein vor sich laut auszusprechen kann mitunter sehr schwer fallen und manchmal gehen sie kaum über die Lippen. Doch ich sage mir meine Affirmationen jeden Tag laut, mehrmals. Sie müssen uns nur in Fleisch und Blut übergehen, dann wird es ganz normal für uns werden. Und irgendwann wird auch positives Denken für uns ganz normal werden. Stellt euch doch bitte bei euren nächsten Affirmationen einfach mal vor euren Spiegel und schaut euch selbst tief in die Augen. Sagt euch selber wie toll ihr seid, wir gut ihr aussieht, wie strahlend euer Teint ist und wie sehr eure Augen vor Freude glänzen. Wir müssen unsere Affirmationen spüren und empfinden, um uns selber eine Gänsehaut verschaffen zu können.

 

Positive Formulierungen sind das A und O

Affirmationen sollen unser Hirn wieder in die “richtigen” Bahnen lenken und das können sie nur, wenn wir sie stets positiv formulieren. Die Formulierung ist das A und O für unser positives und selbstliebendes Denken. Hier einige Beispiele wie Affirmationen richtig formuliert werden und wie nicht:

Falsch: Ich könnte jede Zelle von meinem Körper lieben.
Richtig: Ich liebe jede Zelle von meinem Körper.

Falsch: Ich kann auf meine eigenen Bedürfnisse achten.
Richtig: Ich achte auf meine eigenen Bedürfnisse.

Falsch: Mein Körper und mein Geist können eins werden.
Richtig: Mein Körper und meine Seele sind eins.

Gerade Affirmationen die sich auf unseren Körper beziehen helfen uns dabei, diesen wieder richtig wahrzunehmen und wieder Verbundenheit zu ihm aufzubauen. Wir beziehen neue Energie und tanken Kraft aus unserem eigenen Körper.

 

Die richtige Affirmationen finden

Natürlich kann nicht jeder von uns die gleichen Affirmationen anwenden, also wie so eine Art Standardsprüche. Jeder von uns hat seine eigenen wunden Punkte und Verletzbarkeiten. Und genau bei diesen muss jeder einzelne von uns ansetzen. Dein Ziel, dein Satz, deine Affirmation! Ich konzentriere mich dabei auf das Wesentliche und beschränke mich auf eine Handvoll Affirmationen. Und diese bilden mein Zentrum, mein Fokus und am Ende des Tages auch mein Ziel.
  • Ich verdiene es zu lachen und glücklich zu sein.
  • Ich verdiene es Erfolg zu haben.
  • Jeder Tag bringt mich meinem Ziel ein Stück näher.
  • Jeden Tage gebe ich mein Bestes.
  • Ich denke positive weil ich mit mir im Reinen bin und mich liebe!

 


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8 Kommentare

Hallo,
ich habe noch nicht verstanden wie man Affirmationen nutzt? Aufschreiben und laut vorlesen oder irgendwo hinhängen? Wie oft am Tag oder nur bei schlechter Stimmung?
Ich bin skeptisch und freue mich über deine Erfahrungen.

Hi,

Ich schreibe mir meine Affirmationen auf und lese sie mir dann so oft wie möglich durch. Natürlich kann man die auf einen Zettel geschriebenen Affirmationen auch irgendwo hinhängen. Das bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig ist, regelmäßig damit zu arbeiten. Ich teste die Affirmationen seid einiger zeit an mir. Trotzdem wird es noch einige Zeit dauern, bis ich einen Erfahrungsbericht dazu veröffentliche. Vielen Dank für dein Interesse, liebe Grüße!

Ich fange auch gerade an, mich damit zu beschäftigen. Im Grunde kannst du Affirmationen ja überall verwenden. Ein Zettel in der Wohnung, Auto oder irgendwo, wo du ihn immer siehst und den Satz präsent hast. Oder so wie Dennis kannst du es immer wieder wie aus einem Notizbuch lesen. Im Grunde polst du das Programm deines Unterbewusstseins damit um. Der Prozess dauert natürlich und braucht Zeit.

Hallo,

Ich danke dir sehr für die Informationen… sie helfen mir gerade echt sehr.

Wenn ich gerade ne Down-Phase habe, wende ich oft Affirmationen an. Ich muss mich zwar meistens zu den positiven Gedanken zwingen, aber es hilft mir echt gut.

Mich würd mal interessieren ob ich auch etwas gegen meine Depressionen tuen kann wenn es mir gerade gut geht? Oder kann mann in den Hochphasen nur wieder darauf warten in das Loch zu fallen um dann zu versuchen wieder auf positive Gedanken zu kommen.

Vielen Dank !!!!!!!!!!!
… dein Block gefällt mir übrigens sehr gut, mach weiter so 😉

Hi!

Anfangs muss man sich zu positiven Gedanken zwingen. Doch mit der Zeit wird es besser und angenehmer.

Du fragst, was man in Zeiten in denen es einem gut geht machen kann? Bewusst genießen und lange daran festhalten ist meine Antwort. Damit man sich beim nächsten Rückfall an die schönen Erlebnisse erinnern kann.

Danke für die schnelle Antwort und den guten Tipp 🙂

Hallo Aaron, hallo Dennis,

meine persönliche Erfahrung nach nunmehr fast drei Jahren mit meiner Depression / Angststörung ist, daß man auch in den guten Zeiten an den Themen weiterarbeiten muß / sollte. Denn zumindest bei mir beobachte ich, daß es mir in meinen guten Zeiten zwar wirklich gut geht, aber doch sehr leicht auch wieder der normale Trott mit Einzug hält. Da bin ich dann so beschäftigt, so abgelenkt, daß ich an die Affirmationen nicht mehr so sehr denke, daß ich weniger Sport mache, mich weniger schone – kurz: Ich drifte ganz langsam wieder in alte Verfahrensweisen ab. Es geht mir ja “gut”…

Es hat bei mir leider einiger solcher Phasen bedurft, bis ich das soweit erkannt habe, daß ich meine Übungen nun auch während der besseren und guten Zeiten beibehalte (bzw. beibehalten will – immer klappt es leider auch nicht ;)).

Ergo kann ich nur jedem raten, die Arbeit mit den Affirmationen wirklich über Wochen und Monate hinweg beizubehalten, selbst wenn es einem zwischenzeitlich schon wieder besser geht. Das ist wohl ein bißchen ähnlich wie mit Medikamenten und Krankheiten: Man fühlt sich schon nach 2-3 Tagen deutlich besser und nicht mehr so matschig. Aber setzt man das Medikament dann ab und geht wieder zur Tagesordnung über, ist ein Rückfall nicht ausgeschlossen – und bei Depressionen und Angststörungen leider ziemlich wahrscheinlich. Alles im Leben sucht sich grundsätzlich den Weg des geringsten Widerstands. Im Falle unseres Gehirns sind das die negativen Denkspuren, solange man sie noch nicht sorgfältig ausgeschliffen hat und sich die positiven Denkspuren ausreichend eingeprägt haben.

Ob Antidepressiva sinnvoll sind, sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Die Entscheidung fur oder gegen eine Behandlung mit Antidepressiva hangt u.a. vom Schweregrad der Depression, aber auch den Praferenzen des Patienten ab. Bei leichten Depressionen kann auch zunachst auf Antidepressiva verzichtet werden. Bessert sich die Depression trotz anderer Behandlungsversuche nicht oder gab es bereits fruher schwerere Depressionen, dann kann auch bei leichten Depressionen ein Behandlungsversuch mit Antidepressiva unternommen werden. Bei der sehr leichten, aber chronisch verlaufenden Depressionsform Dysthymie ist die Wirksamkeit der Antidepressiva gut belegt.